Volltext: Künstler-Briefe ([Bd. 1])

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1'811 1 
WCTÜI 
einer 
S0 
speciellen 
Untersuchung 
hier 
der 
Raum 
gestattet wäre. 
Kehren wir indess zu der Frage zurück, in welchem 
Verhältnisse die Künstler zu den Auftraggebern mit beson- 
derer Beziehung au? das einzelne bestellte Kunstwerk stan- 
den, so bieten sich da noch zwei Punkte der Untersuchung 
dar, die für die Geschiclxte der Kunst von grosser Wichtigkeit 
sind. Das sind nämlich einmal die Art, wie die Aufträge 
ertheilt wurden, und dann die Honorirung der Künstler. 
In Beziehung auf den ersten Punkt ist insbesondere die 
Genatligkeit hervorzuheben, mit welcher alla Einzelheiten eines 
Kunstwerkes zwischen dem Besteller und dem ausführenden 
Künstler kontraktlich festgestellt wurden, und mit der späterauch 
über die wirkliche Ausführung gewacht zu werden pHegte. S0 
gefielexm dem Pietro de' Medici ein paar Seraphinx nicht, die Be- 
nozzo Gozzoli auf einem von jenem bestellten Bilde gemalt hatte, 
und es ist ergützlich zu sehen, wie der stille und beschei- 
dene Künstler seine Seraphim in Schutz nimmt und gegen 
Pietro vertheidigt (Brief 16).  Bei der Wiehtigkeit dieser 
Verhältnisse für eine vollständige Einsicht in das ganze Kunst- 
leben der damaligen Zeit, {inde-n sich im Nachfolgenden auch 
einige Dokumente der Art eingereiht, der en Zah leicht hätte 
vermehrt werden künnen. Unter Nr. 29 der Kontrakt Pietro 
Perugfinrfs mit den Mänchen von S. Pietro zu Perugia (vgl. 
Brief 30 a. und  unter Nr. 51 der Kontrakt Correggids 
mit dem Geistlichen der Kathedrale von Parma (Nr. 51) 
u. a. m. Je weiter man zurückgeht, nm so griisser scheint 
die Genauigkeit gewesen zu sein, mit der man bei Festsetzung 
dieser Bestimmungen verfuhr, und nicht leicht mochte ein 
Künstler sich diesem Verfahren entziehen. Nur Giovamli 
Benini Scheint davon eine Ausnahme gemacht zu haben, in" 
418m 68 PiGtYO Bembo in einem Briefe an Isabella. von Manfua
	        
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