Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1385446
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p. 57 und 79). Ob Tiziaxfs Gesuch in Erfüllung gegangen, 
iSt nicht bekannt, wird indess von Cadorin in Zweifbl gazo- 
gen; gewiss aber ist, dass cr seincr Verpfliclltung in Bezug 
auf (lie Aussteuer in allen Punktcn zum Theil im Jahre 1555, 
zum Theil in dem folgenden, naehgekommen ist. Lavi- 
nia scheint nach der Geburt von sechs Kindern schon im 
Jahre 1561 gestorben zu sein.  
Das Bild der schmerzensreichen Jungfrau ist au? eine 
Schiefertafel gemalt; wir haben dassolbe schon oben crwähnt, 
11m1 es ist in Bezug darauf noch zu bemerken, dass sich dic 
auf Schiefer gmnalte Madonna addolorata wirklich im Excu- 
rial befunden hat (Ticozzi a. a. O. 180, n. 12). Das Go- 
halt batte der Kaiser Tizian ebenfalls schon in Bologna aus- 
gesetzt, dazu kamen noch 200 Scudi, so dass Vasari 'l'itian's 
feste Einnahmc, ,,für dio cr nicht zu arbciten brauchtc", mit 
Einschluss der 300 Scudi von der Sanscria auf 700 Scudi 
das Jahr berechnet. 
TIZIAN 
3.11 
Sign. 
CASTALDO. 
[Venedigy 
Mein erlauchter Herr! Aus Euren letzten Briefen, (lie 
wie gewühnlich schr lidbevoll und mir übGl' allc Maassen theuer 
waren, habe ich ersehen, dass Ew. Herrl. den Iebhaften Wnnsch 
hegt, ein neucs Gemälde von meiner Hand zu besitzen. 
Und da mein Wille, stets auf das eifügste bestrebt, Euch 
gefällig zu sein, auch durch irgend ein hervorragendes Zei- 
chen bekunden müchte, dass der Herr Castaldo vor so vic- 
len und so grossen ancleren Herrcn bevorzugt sei, ich Eugh 
aber kein grüsseres Geschenl: senden konnte, S0 habe ich 
d'on) da lire 6: 4. --Nel 1556, 12 Settembre consegnb il restante 
in filo di perle, e d'oro ed in denaro. Cadorin p. 79 n. 117.
        

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