Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1385190
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denn wahrlich, es lassen sich keine Worte auffinden, die geeig- 
net wären, meine Liebe und Zuneigung zu bekunden. Ich 
danke Eueh dafür, und indem ich Euch versichere, dass ich 
sowohl diesen, als dia andern Grefallen, die Ihr mir erweiset, 
in stetem Andenken behalten werden, stelle ich mich Euch 
als wohl geneigt zu Gebote. 
GayeII. 224. Federigds Vater, Francesco, so wie des- 
sen Mutter, die in dem Briefe selbst genannte Isabella, 11a- 
ben Wir schon früher als eifrige Freunde der Kunst und Be- 
Schützer der Künstler kennen gelernt. Der obige Brief zeigt 
uns den Sohn von einer ähnlichen Seite. Von allgenleinerem 
Interesse und von grüsserer Wichtigkeit erscheint derselbe 
indess dadurch, dass er uns recht deutlich die Veränderungen 
vergegenwärtigt, die inzwischen in dem Verhältnisse der Auf- 
traggeber zu den Künstlern eingetreten Waren. 
Der Drang nach Kunstwerken und die Schätzung der 
persänlichen Meisterschaft, war durch die grossen Heroen der 
Kunst in den ersten Jahrzehenden des XVI. Jahrhunderts 
zu einer Hähe gediehen, rlass die Arbeiten der Künstler von 
den glücklichen Empfängern gleiclmsam als Gunstbezeugungen 
betrachtet Wurden. Bei Tizian mochte überdies noch eine 
gewisse patrizische Grandezza, verbunden 1nit weltkundigem 
Wesen und geschickter Benutzung aller sich darbietenden Vor- 
theile, hinzukommen, um dies Verhältniss auf eine dem Künst- 
1er noch günstigere Weise zu gestalten, wie sich dies unter 
anderenx auch aus dem nachfolgenden Antwortscln-eiben an 
Federigo nicht undeutlich entnehmen lässt.
        

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