Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1385147
TIZIAN 
an 
den 
Dogen 
VOH 
Venedig. 
Ven edig [Januar 
Erlauchter Fürst! Da ich, Tizian, Diener Ew. Hem-L, 
vernommen habe, dass Ihr entschlossen seid, (lie grossen Fel- 
der im Saale (les grossen Rathes malen zu lassen, und ich 
wünschte, dass man dort ein Bild von meiner Hand von der 
Art und Kunstweise 56116, wie (las, welches jener seit Jah- 
ren begormen hat;  und es ist nicht das schwierigstc 
and mühsalnste in jenem ganzen Saale  so verpüichte ich 
mich selbst, es zu vollenden, ganz auf meine Kosten und ich 
will keine anclere vorläufige Zahlung, ausser 10 Dukaten für 
Farben 11m1 drei Unzen von dem Azur, wenn sich einigel- auf 
dem Salzamt befindet 2), unrl dass auf meine Rechnung einex- 
von den Gehülfen, cleren ich bedarf und deren zwei sind, be- 
zahlt werde; nur jeden lMonat 4 Dukaten, indem ich mich 
verpHichte, einen anderen aus Ineiner Tasche zu bezahlen 
and jeüe andere Atlsgabe zu bestreiten, (lie noeh ausserdem 
auf die Malerei verwendet W6If1611 muss. 
Dagegen lasse mir Ew. Herrl. vom Salzamt versprechen, 
dass ich, wenn das Werk vollendet ist, die Hälfte von dem 
als Zahlung erhalte, was früher dem Perugino versprochen 
worden ist, der jenes Bild malen sollte. Das sind also 
400 Dukaten, da er dasselbe nicht unter 800 Dukaten machen 
wollte. Und dass ich zu seiner Zeit meine Anwartschaft auf 
das Makleramt in der Kauf halle der Deutschen geltend machen 
cl 
Et questo che da anni do el principiavo et; 1101] i; 
laborioso in tutta quella sala. 
Sc zlltrova csscre al offitio del Sal, 
1) 
cile et 
2) 
diffi- 
piü
        

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