Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1385061
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Der strauchelnd jeden Pfarl verloren hat. 
Ich reich ein Weisses Blatt 
Dar Eurem heilgen Kiele, 
Damit Ihr schreibt, im Zweifel mich belehrend, 
Wie diese Seele, jedes Lichfs entbehrend, 
Auf ihren letzten Schritten, von Begier 
Sich nicht zum Falle mag verlocken lassen! 
O schreibt! Euch ziemfs, die meinem Leben Ihr 
Zum Himmel llabt gezeigt die schiinsten Strassen. 
Mein Herz isfs nicht, wo meine Liebe glüht: 
Depn zu Dir heg' ein herzlos Lieben ich, 
Dorthin gewandt, wo Staubes Neigung sich 
Noch Arg nie trüglich nalin darf dem Gemüth. 
Mich schuf Lielf, als von Gott die Seele schied, 
Zum Iautern Auge, schuf zum Glanze Dich 
Dass Ihn in Deiner Hülle lediglich, 
Zu unsrer Qual, mein heisses Sehnen sieht. 
Wie Wär1n' und Feuer sich nie trennen liesse, 
S0 nie vom Ew'gen, Sehänes; und mein Sinn 
Erhebt was, 111m gleich, von ihm kommt hernieäer. 
In Deinen Augen self ich Paradiese: 
Wo ich Dich erst geliebt, dort flammend 
Heim kehr' ich, unter Deine Augenlider. 
hin 
die 
(lie 
Wie in den meisten Fällen die Liebe erst es ist, welche 
menschlichen Charaktere zum Abschluss bringt und ihnen 
letzten Züge zu ihrer Vollendung hinzufügt, so lässt sich
        

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