Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1385058
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Wenn mein Zuviel tilgt, ausfüllt was mir fehlt 
E111" DIitleid.  WVelche Busse meinem blinden, 
Hoehmütlfgen Wahne Wäfs, wenn IhrÄs verschmähet. 
Weil minder unwerth, hohe Frau, zuweilen  
Ich sein mächt" Eurer unbegrenzten Güte 
Brannt" anfangs mein zu schwacher Geist and 
Durch irgend ein Verdienst ihr vorzueilen. 
gliihte, 
Allein, gewahrend dann, dass zu so steilem 
Ziel nimmer eigner WVerth die Bahn mir biete, 
Gab so verwegnen Wunsch auf mein Gemiithe 
Und Irren selbst muss nun vum Wahn mich hoilen 
Ich seh wohl wie, wer meint, dass aufzuwiegen, 
Mit meinem schwach hinfälfgem Werke sei 
Der Gottesthau von Euren Gnadengütern, 
Irrt.  
Denn 
Kann 
Geisteskraft, Kunst, Kühnheit unterliegen 
nicht 1nit tausend WVerken einzig neu 
Erdexltugend HimmelsgaH erwiedern. 
Bald auf den rechten Fuss, bald auf den linken 
Tret" ich abwechselnd zwischen Sünd" 11m1 Tugend; 
Nach meinem Heile suchend 
Zagt. (las verworrne Herz und quält mich matt, 
Wie wem, die Sterne sinken,
        

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