Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1385033
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S0 hat nicht Liebe Schuld an meinen Sclnnerzen, 
Nicht Deine Schänheit, Hochmuth, grosse Strenge, 
Nicht mein Geschick, noch Loos, darf ich verklagen. 
Wenn Du trägst Lieb' und Tod in Deinem Herzen 
Zugleich, und meinem schwachen Geist gelänge 
Nur Tod mir glühend d7raus hervorzuschlagen. 
Kein sterblich Wesen meine Augen salin, 
Als in mir Demer heitern erste Leuchte 
Zurückschien, worin Ruh" zu ünden däuchte 
Dem Geist, der stets strebt seinem Zie] zu nalfn. 
Woher er kam, die Schwingen himmelan 
Entfältet er, blickt nicht nur hin auf leichte 
Schünheit, der Augen Lust, die trüglich seichte: 
Jenseits zur Urgestalt steigt er hinan.  
Ich sag": es kann, was sterbend muss zerrinnen, 
Den Weisen nicht befriedgen, kann nicht frommen, 
Am Wandelbaren Liebe zu erproben. 
Zaumlose Lust, nicht 
Der Seele Mürder. 
Wohl Geister hier, 
Liebe sind rlie Sinnen, 
Liebe macht vollkommexl 
doch noclx vollkomnfner droben.
        

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