Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1384970
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In einem Briefe vom 2. December (Gaye III. 20) rüh- 
men sie wiederholt die unglaubliche Liebe 1m41 Sorgfalt, mit 
clenen Michel Almgelo die Zeichnung gemacht habe unrl am 
22. December bedankt sich Cosimo bei diesem mit sehr liebe- 
vollen Worten. Die Zeichnungen seien sehr schün, wie denn 
kaum etwas Auderes aus seinen Händen und aus seinem Geiste 
hervorgehen künne. Doch würrle er auch in dem Falle, dass 
sic ihm nicht getlelen, ihm dies sagen, "iudem ich weiss, 
wie er sich ausdrückt, flass man gegen Euch ein solches 
und auch ein grüsseres Vertrauen wohl zeigen kann". Gaye 
HI. 20. Am 5. März endlich des Jahres 1560 sclu-eibt 
Michel Angelo den Brief an Cosimo, der unter der folgenden 
Nr. mitgetheilt wird. 
Bhcnm. 
ANGELO 
3,11 
Gosnwo 
1560. 
5. März 
ROma 
Die über den Bau der Kirche der Florentiner gesetzten 
Deputirten haben beschlossen, 'l'iberio Calcagni an Ew. Erl. 
Exc. abzusenden. Es ist mir dies sehr lieb gewesen, indem 
Ihr ans der Zeichnung, die derselbe bringt, mehr als aus denl 
Grundriss, dan Ihr scbon gesehen habt, im Stanrle sein wer- 
det, das was zu thun näthig sein würde, zu ersehen. Und 
wenn jene Zeichnungen den Beifall Ew. Hem-l. haben, so wird 
man mit Hülfe Ew. Herrl. damit beginnen kännen, die Fun- 
damente zu legen und die fromme Unternelnnung weiter fort 
zu führen. 
Ich aber habe es für meine Schulcligkeit gehalten, Euch 
dies in diesen wenigen Zeilen zu sagen, (la mir Ew. Herrl. 
ÜGH Aüftrag gegeben, fiir diesen Ban Serge zu tragen, WaS 
10h 311011, SOViK-Jl iOh weiss und kann, nicht unterlassen weräe, 
obschon ich wegen meines Alters und meiner Kränklichkeiü
        

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