Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1384845
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naeh Rom zurückgekehrt bin, denn wvahrlich, man findet nir- 
gends IFrieden, als in clen Wäldern. Anderes habe ich Euch 
nicht zu sagen. Es ü-eut mich, dass 1h1- wohl und munter 
seid und ich empfehle mich Euch. 
Um diese Zeit (im Jahre 1556) kam des franzüsische 
Heer nahe vor Rom und Michel Angelo, der fiirchtete, es 
künne ihm, zusammt der ganzen Stadt übel ergehen, beschloss 
mit Antonio Francese von Castel Durante, den Urbino ihm 
als Diener nach seinem Tode zurüekgelassen, von Rom zu 
fliehen und begab sich heimlich in die Berge von Spoleto, 
wo er einige Einsiedlerwohnungen besuchte. Damals sehrieb 
ihm Vasari, und sanclte ihm ein kleines Werk, welches Carlo 
Lenzoni, ein florentinischer Bürger, bei seinem Tode dem 
Herrn Cosimo Bartoli vermacht hatte, mit dem Auftrag, es" 
drucken zu lassen und Michel Angelo zu weihen. Vas. 384. 
Darauf erhielt er unsern, auch bei Bottari (Race. I. 7) ab- 
gedruckten Brief. Das Buch war dem Titel nach ,,eine Ver- 
theidjgung der florentinischen Sprache unä des Dante", und 
ist Herzog Cosimo I. gewidmet. Die Uebersendung an Michel 
Angelo bedarf weiter keiner Erklärung, du derselbe gerade 
den Dante sehr eifrig stuclirt hatte, womit der Aussprueh 
des Benedetto Varchi s. o. S. 225 zu vergleichen ist. 
MICHEL 
ANGELO 
R11 
CORNELIA. 
März 
15514 
Ich habe wohl bemerkt, dass Du Dich iiber mich geär. 
gert hast, abe-r ich konnte die Ursache davon nicht iinden. 
Nun aber glaube ich aus Deinem letzten Briefe das Warum 
verstanden zu haben. Als Du mir die Käse schicktest, schriebst
        

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