Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1384746
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Der bei Bottari (Race. V., 76) abgedruckte Brief ist 
ohne Datum. Da er aber oifenbar zu der Grappe der vor- 
hergehenclen Briefe (Nr. 61 u. 62) gehürt, so hat anch die oben 
angesetzte Zeitbestimmung einige Wahrsclieinlichkeit für sieh. 
Ueber Bartolomeo Bettini ist schon Einiges in den Erläute- 
rungen zu Brief 60 angeführt. Ueber Luca. liIartini ist (la. 
gegen zu bemerken, ciass dieser, ein Edelmann von gelehr- 
ter Bildung, in Florenz ein gastliches Haus machte, in wel- 
ehem namentlich viel Künstler verkehrten, mit denen er 
übrigens auch in ausgedehnter Korrespondenz stand, ivie eine 
grosse Anzahl von Briefen bei Bottari bekunden. 
Um die spezielle Veranlassung uncl den Zusammenliang 
der vier Briefe noch einmal anschaulich zu machen, genügeil 
wenige Worte. Benedetto Varchi batte ein von uns unten 
mitgetheiltes Sonett des Michel Angelo kommentirt, Wel- 
chen Kommentar er in der Akademie von Iflorenz vortrng 
und durch seinen und Michel Angelds Freund, Luca Mar- 
tini, an diesen senclete; zusammen mit einem Briefe, worin 
er Michel Angelds Meinung über dans Verhältniss der Malerei 
zur Skulptur zu hüren verlangte. 
Luca, Martini sehickte Beides nebst einem eigenen Briefe 
an Michel Angelo clurch Vermittelung des mit diesem be- 
freundeten, in Rom wohnenden Bartoloineo Bettini, Wie man 
sich demi überhaupt in der flamaligeir Zeit, da. {lie Postver- 
bindnngen noch nicht einen solehen Grarl von Regelmiissig- 
keit und Vollendung erreicht hatten, ais heut zu Tage, sehr 
häuüg solcher freundschaftliclier Vermittehmgen bei der brief- 
lichen Korrespondenz bediente. 1 
Nachdem Michel Angelo rliese Briefe erhalten, schreibt 
er an Luca Martini, mit der Bitte, Benedetto Varchi seinen 
Dank fiir mien Kommentar zu sagen (Nr. 63). Da. indess 
Varehi auch noch bestimmte Anskunft über clen besagten Ge- 
genstand verlangt bat, selireibt er auch an diesen und zwar 
den Brief Nr. 62, den er nicht direkt absendet, sonder-n chu-ch 
Vermittelung eines alten Freundes zu Florenz, des Priesters 
Giovan FraHCBSCO, 116m er dann bei dieser Gelegenheit noch 
einige Zeichnmmgeu und Stiehe zustellt (Nr. 61).
        

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