Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1384671
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ren, so wie die Zimmer des Siegelamtes'), die Ruotas) und 
viele andere; ja, nicht einmal clic Capella Sistina glaube ich 
würde unberührt davon kommen. Was aber den Theil des 
äussern Umkreises betriiift, an welchem schon gearbeitet Wifds) 
und der, wie man sagt, 100,000 Scurli kosten soll, so ist (lies 
nicht wahr; denn er kännte mit 16,000 Scudi gemacht wer- 
dan, und wenn 11mn ihn zerstürte, so würde daran auch nicht 
viel verlorcn sein, indem die dazu bearbeiteten Steine und 
die Fundanlente. nicht gelegner kommen künnten. Und der 
Bau würde sich 11m 200,000 Scudi verbessern und 300 Jahr 
an Dauer gewinnen. 
Das ist es was ich meine, and zwar ohne Leidenschaft; 
denn darin zu gewinnen, würde mir der grässte Verlust sein. 
Unrl wenn Ihr dies dem Papst zu verstehen geben kännt, so 
würdet Ihr mir einen Gefallen damit erweisen, indem ich mich 
nieht wohl fühle. 
Der von Bottari (Race. VI.40.) abgedluckte Brief ist 
ohne Datxun und ohne genauero Angabe der Adresse. WVas 
zunäichst das erstere betrifTt, so ist es mir sehr wahrschein- 
lich, dass der B1'ief'nach tlem im Sommer des JahresÜ 1546 
crfblgten Tode des Antonio da San Gallo, der bis dahin Ober- 
Baumeister von S. Peter gewesen war, und kurz vor Michel 
Angelmfs Ernennung zu diesem Amte geschrieben ist, welche 
lctztere auch nicht vor dem ersten November 1546 statt ge- 
l) Zimmer, worin die Bullen gesiegell; wurden; stanza de] piombo. 
2) Saal, in dem sich die Auditori des obersten geistlichen Go- 
richtshofes versammelbcn. 
3) C-irca la [Jarte fatta de] circolo di fuora. Dieser Theil ist noch 
nicht fertig gewesen, sondern es wurde, wie sich aus dem Folgenden 
ergiebt, noch daran gearbcitet. 
4) Dass San Gallo im Sommer gestorben, kann man daraus 
schlicssen, dass er, als er in schon hohem Alter (er war 1482 ge- 
boren) zur Regulirung ciniger Streitigkeiten zwischen Terni und 
Rieti in Bezug auf den Dlarmora See dorthin geschickt worden war, 
der Wirkung der allzugrossen Hitze unterlegen sein sol].
        

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