Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1384646
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lichkeit') de-n Umgang mit don BIensc-hen vermeidct, clics 
in dem grüssten Tempcl Gottes gethan habt? Uebvr dem 
ersten Altare Jesu? In der grüssten Kapellc der Welt, wo 
(lie grossen Angelpunkteg) der Kirclxe, die ehrwviirdigen Prie- 
ster and der Statthalter Christi selbst mit katholischen Cerc- 
monien, heiligen Ordnungen und gotterfiillten Reden Zeugniss 
von dessen Fleisch und Blut ablegen, es anschauen und an- 
beten l?" Aber auch hier lässt die heuclüerische Betheuerung, 
dass er nicht etwa aus Aerger über (lie gewünschtun und 
nicht erhaltenen Sachen spräche, deutlich genug dan wah- 
ren G-rund derEntrüstung erkennen, (lie sich schlicsslich noch 
auf das bitterste in den giftigen Anspielungen auf clic. An- 
gelegenheit des Grabmals Papst Ju1ius' II. Luft 1nacht.  
Gaye Cart. II. 332 HZ 
MICHEL 
ANGELO 
3,11 
NICCOLO 
LIARTELLL 
Messer Niceolb, ich habe durch M. Vincenzo Perini 
einen Brief von Euch mit zwei Sonetten und einem Madrigal 
erhalten. Der Brief und das an mich geriehtete Sonett. sind 
so bewundernswerth, dass Wohl kaum Jemand so wählerisclx 
sein mächte, um in ihnen auch nur irgend etwas Tadelnswerthes 
zu finden. Aber in Wahrheit, sie spenden mir soviel Lobes- 
erhebung, dass wenn ich selbst (las Paradies in der Brust 
hätte, deren viel weniger genügen Würden. Ich sehe, dass 
Ihr mich Euch so vorgestellt habt, wie es Gott gefallen 
müchte, dass ich in der That wäre. Ich bin ein armer Mann 
und von geringex- Kraft, der ich mieh in der Kunst, (lie mir 
Gott verliehen bat, abmühe, um mein Leben soviel ich ver- 
56H 
1) P0? 05501" (ÜVÜHO, Wie Michdl Angelo von scincn Zeitggcnos- 
sehr häufig genannl: wurdc. 
2) I grau Cardini dalla Chiesa d. h. die Cardinälc.
        

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