Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1384158
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erha-lten haH), so steht mit diesen das Testament und der 
Sinn, in Welchem dasselbe abgefasst ist, in vülliger Ueberein- 
stimmung. S0 bekundet sich die Liebe zu seinem Meister, 
der ihn, als er zu Venedig im Jahre 1488 sein Testament 
mac-hte, zum Vollstrecker desselben ernannte, in der Wohlthat, 
die er mm wie-derum dessen Niehte Ginevra zuwendet (vgl. 
des Testament des Verocehio, Graye Cart. I., App. p. 368), 
uncl nicht minder liebevoll erseheint er in der gutmiithigen 
Fürsorge, mit welcher er das Schicksal seiner Dienerin Ka- 
tharine zu siehern sucht. 
Von den Testaments -Vo1lstreckern ist Benedetto 
Oianfanini einer der besseren Schüler des Fra Bartolomeo 
di S. Marco, die beiden anderen Stefano di Tomaso und 
Giovanni Antonio Sogliani werden von Vasari als 
Schüler des Lorenzo di Oreäi selbst angeführt. Nach dem- 
selben Gewährsmann ist das Vermägen, welches Lorenzo hin- 
terlassexx, nicht unbedeutenc] gewesen. Der Tod des Testa- 
tors, den Vasari irrthümlich im Jahre 1530 setzt, erfolgte 
nicht vor 1536, indem in den Büchern des Hospitals von S. 
Maria. Nuova Üwoselbst er bis zu seinem Tode eine gemäch- 
liche Wohnung batte," (Vas. a. a. O. 347) naeh Gaye's 
Mittheilung (Cart. I., p. 374) seiner noch am 25. Juni 1536 
als bettlägerig und sogar noch am 11. November d. J. Er- 
wähnung geschieht. 
Was die Katharinzx anbelangt, so ergiebt sich aus einem 
ebenfalls von Graye mitgetheilten Vermerk in den Büchern 
von S. Maria Nuova, dass dieselbe seit dem December 1519 
sich in Lorenzo's Diensten befunden habe. Noch am 1. Ja- 
nuar 1534 werden die ihr in dem Testamente gemaehten 
Schenkungen in den Büchern als bestätigt erwähut 1m11 am 
27. Juni 1536 Wird vermerkt, dass ihr Lorenzo ausserdem 
noeh seinen alten Mantel vermaeht habe (a. a. O. p. 374. non). 
1) Lorenzo zeigte sich immer als gut und redlich gesinnt und 
svar freundlicln und liebevoll, wo sich nur Gelegenheit dazu darbot. 
VasariIlI.,1, 347.
        

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