Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1384106
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Aufwande geschehen solle, clenn der heilige. Augustinus sagt, 
die Pracht bei Leichenbegängnissen diane mehr zur Freude 
der Lebenden, als zum Heilc der Verstorbenen. 
Ebenso vermacht er (lux-ch (las Recht des Ilegates dem 
Bau von Sa. Maria del Fiorc zu Florenz und der Errichtung 
der Mauern benannter Stadt, im Ganzen 3 Liren, nach den 
Vorschriften der Gemeinfle von Florenz. 
Item (la unter dan Dingen, welche (lie Seele der Ver- 
storbenen am meisten zu grleichtern pfiegen, Almosen 11m1 
Gebete sind, und Opfer und vor allem die Darbringung des 
Leibes und des Blutes unscres I-Ierrn Jesu Christi, so will 
derselbe Testator, dass sogleich, oder mindcstens fünfzehn 
Tage nach erfolgtem Tode, lxüchstcns aber innerhalb dreissig 
Tage durch (lie hier untenbezeichneten Erben dafür gcsorgt 
und ins Werk gesetzt werde, dass in der Kirche des heiligen 
Marcus zu Florenz uncl des heiligexl Dominicus zu Fiesole 
Messen des heiligen Gregorius für (lie Seele des Testators 
gefeiert Werden, 11m1 zwar zweimal an jedem Orte, d. 11. zwei 
mal durch (lie Brüdel" von S. Marco und zweimal durch (lie 
Brüder von S. Domenico. Und als Almosen hinterlässt er 
einem jeden dieser Orte zwei Goldgulden, d. h. zwei den 
Brüdern von Florenz und zwei derxen zu Fiesole 11m1 sollen 
dieselben durch (lie unten bezeichneten Erben in der besag- 
ten Zeit ausgezahlt werden. 
Dann hat der Testator in Anerkennung, dass Catharina, 
seine Magfl und Tochter des verstorbenen Antonio von Mugello, 
die in seinem Hanse seit vielen Jahrcn gelebt hat und noch 
lebt, sich gegen ihn und allf sein Eigenthum mit vieler Liebe- 
benommen hat, derselben deshalb, Wenn sie bis zum Hinscheiden 
des besagten Lorenzo bei ihm verharrt und 11.1s seine Magcl 
in seinem Hanse bleibt, durch (las Recht des Legates hinter- 
lassen uncl vermacht dans Bctt, in welchem sie schlief, mit al- 
lem, was dazu gehürt, d. h. das Bettgesiell, einen Strohsack, 
eine Matratze, ein Unterbett, zwei Pfühle, zwei Kopüaissen mit 
Federn, drei Paar Betttücher, zwei durchnähte Bettdecken,
        

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