Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1383996
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architectoniscluan Verfahrens im Gegensatz zu. dem perspec- 
tivischen und malerischen. 
17) E questa via abbiamo seguitata noi, heisst es 
im Text, währencl bisher von (lem Schrvibnr des Briefes 
immer in der Einzahl gesprochen worden ist. Es ist dies 
einer der Gründe, auf dem die oben ausgcxsprocl1e11e Vermu- 
thung bcruht, Rafäel hapbe diesen Brief unter Betheiligung 
und Blitwirkung des Grafcn Castiglione goschrieben. 
18) Nach dem Schlusse des Briefes finden sich, man 
weiss nicht, von wem hinzugefiigt, die Worte: "die Zeich- 
nung 11m1 die Beschreibung des alten Roms fehlen." Gewiss 
ist es auch gar nicht die Absicht des Briefschreibers gewesen, 
Zeichnung und Beschreibung dem Papste mit dem Briefe zu- 
gleich vorzulegen, iIldBlH dieser nur gleichsanz als einloiterldes 
Memoire dienen sollte, jene dagegen gewiss zu anderweitiger 
VerÜHentIic-(hung bestimmt waren. Zwei architectonische Zeich- 
nungen RafaePs sind uns in Kupferstichen noch bekannt, an- 
dere, und zwar ,,einen Banrl von etlichen und zwanzig Stiicken," 
über derenVcrbleib nichts bekannt ist, sah noch NVinckel- 
mann in der Sammlung des Herrn von Stosch zu Flurenz. 
RAFAEL 
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seine 
Geliebte. 
Du hast mich, Liebe, mit zwo lic-hten Sonnen 
Der Augen, die mich schmelzen, mit der Gluth 
Aus weissem Schnee und Rosenpurpurblut 
Mit holder Spraclf and Anmuth eng umsponnen. 
Drum brenn' ich S0, dass weder See noch Bronnen 
Je lüschen kännten solchen Brand; doch thut 
Dies immerweiter Gliihn drinn mir so gut 
Dass ich nur brennen will, je mehr entbronnen, 
Wie seljg, wenn, zu sanftem Joch verschlungen, 
Den Hals mir ihre weissen Arm' umzweigen! 
Ich stü1'b' vor Weh, hätf ich mich losgerungen-
        

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