Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1383892
139 
ständig zerstiirt sind und von denen man gar nichts Inehr 
sieht, flenen clic noch aufrecht stehen und dic man noch sieht, 
entsprechcnd genmcht werdcn, so habe ich alleu mir nur 
müglichen Fleiss angewvendet, auf dass der Sinn Ew. Heil. 
vor allem Missverständniss bewahrt and ganz zufrieden gestellt 
werde, und obschon ich (las, was ich zu zeigen beabsichtige, 
aus vielen lateinischen Schriftstellern geschäpft habe, so bin 
ich doch unter den anderen hauptsiichlich dem [Andreas Ful- 
vius]") gefolgt, der, weil er zu den jüngsten Autoren gehärt, 
am ehesten (lie spezielle Kenntniss der jüngsten Dinge ge- 
Währen kann. 
Und weil es vielleicht Ew. Heil. als eine schwierige 
Sache erscheirxen künnte, die alten Gebäude von den m'o- 
clernen zu unterscheiden, und die ältesten von denen, die We- 
niger alt sind, so werde ich auch (lie alten Strassen nicht 
übergehens), um in Eurem Geiste auch nicht den gerixlgsten 
Zweifel übrig zu lassen. Ja, ich kann wohl sagen, dass dies 
ohne grosse Mühe geschehen kann. Drei Arten von Grebäu- 
den nämlich beiinden sich in Rom; die erste derselhen machen 
alle (lie alten und ältestx-m aus, (lie aus der Zeit vor 
der Zerstärung und Beschädigung Roms durch die Gothen 
und andere Barbaren stammen; die zweite aus der Zeit der 
Gothen-Herrschaft und des nachfolgenden Jahrhimderts 9); die 
dritte endlich die von damals bis auf unsere Tage errich- 
teten. 
Die neueren Gebäude also uncl die unsern Zeiten an- 
gehürigen sind sehr leicht erkennbar, sowohl wegen ihrer 
Neuheit, als auch, weil sie weder einen so schünen Styl zei- 
gen, als die aus der Zeit der Kaiser, noch einen so plum- 
pen, als die ans der Zeit der Gothen, so dass, obgleich der 
Länge der Zeit nach entfernter, sie doch der Art und Weise 
nach jenen weit näher stehen und gleichgam zwischen (116 eine 
11m1 die andere Art gestellt sind. Und die ans der Zeit der 
Grothen, obgleich jenen aus der Kaiiserzeit der Zeitfolge 112-011 
näherstehend, sind doch von diesen der Art und WeiSG M011
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.