Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1383746
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Malvasia Felsina pittr. H. 48. Bott. I. 114.  Auf 
Rafaefs Bekanntschaft und innige lüwaundschaft mit Francesco 
Francia ist schon bei Gelegenheit von dessen Sonett (Nr. 41) 
hingewviesen;  Das im Briefe erwähnte Presepe ist nach 
Passavant eine Geburt Christi, die Rafael wahrscheinlich im 
Jahre 1505 für äen (im Jahre 1506 vertriebenen) Herren 
von Bologna, Giovanni Bentivoglio, gemalt hat. Der Mous. 
Kanzler (Datario) ist der Chef der päpstlichen Kanzelei Bal- 
dassare Turini, mit dem Rafael, wie auch mit dem Cardinal 
Riario, in fi-eundlichem Verkehr stand. Pass. 211. 
RAFAEL 
an 
SIMONE 
ÜIARLA. 
1514. 
1. Juli 
110m, 
Inuigst, wie ein Vater Geliebter! Ich habe einen mir 
sehr lieben Brief von Euch erhalten, worin Ihr mir zu ver- 
stehen gebt, dass Ihr nicht gegen mich erzürnt seid; daran 
würdet Ihr auch wahrlich Unrecht thun, wenn Ihr bedexxkt, 
wie lästig das Schreiben ist, wenn nicht ein wichtiger Grund 
dazu vorliegt; (la (lies nun jetzt der Fall ist, antworte ich 
Euch, um Euch vollständig zu sagen, was ich vermag, um 
Euch aufzuklären. 
Was zuerst das HeirathenÜ anbelangt, so erwidere ich 
Euch, dass ich sehr zufrieden bin und Gott täglich (lafür 
danke, weder diejenige, die Ihr mir zuerst geben wolltet, noch 
irgend eine andere genommen zu haben; und darin bin ich 
weiser als Ihr gewesen, die Ihr sie mir geben wolltet. Ich 
bin überzeugt, 1h1- sehet jetzt auch ein, dass ich sonst nicht 
auf der Stelle wäre, wo ich jetzt bin, indem ich mich heut zu 
Tage im Besitz vou 3000 Dukaten Gold beünde, und an 
Circa a 
tordona, vermuthlich 
statt: 
toglier donna.
        

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