Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1383547
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Gesäzlge. Von den Gedichten Leonardds ist durchLomazzo 
das obige Sonett erhalten, welches wir nach der von Schorn 
(Vasari III. I, S. 5) angeführten Uebersetzung Riemefs (Ge- 
dichte 1826 I. 322) mittheilen. 
LEONARDO 
DA 
Vmcfs 
letzter 
Wille. 
Cloux bei Amboyse, 23. April 1518, 
 Messer Leonardo da Vinci, Maler des Künigs, 
gegemvärtig wohnend in dem Ürte genannt Cluux bei Am- 
boyse, bedenkend, dass der Tod gewiss, die Stunde des- 
selbeu aber ungewiss sei     Zuerst befiehlt er seine Seele 
unserm Herrn und Gott'), der glorreichen Jungfrau Maria, 
Monsignore dem h. Michael und allen seligen Engeln und Hei- 
ligen des Paradieses.  
Ferner will besagter Testator in der Kirche des heil. 
Florentinus zu Amboyse begraben werderx, und sein Kürper- 
soll dahin getragen Werden von den Kaplänen derselben. 
Und von besagtem Orte soll sein Kürper bis nach besagter 
Kirche begleitet werden von dom Collegium der besagten 
Kirche, d. h. vom Rector und Prior oder deren Vicarien und 
von den Caplänen der Kirche des heil. Dionysius von Am- 
boyse, sowie auch von den Minoritenbrüdern des besagten 
Ortes. Ehe aber sein Leichnam in die besagte Kirche ge- 
tragen wird, sollen drei grosse Messen in der Kirche des 
h. Florentinus mit Diaconus und Subdiaconus gefeiert wer- 
den, und an demselben Tage sollen auch dreissig stille Mes- 
sen des h. Gregorius gesprochen werden. Und derselbe 
Dienst, wie oben angegeben ist, soll auch in der Kirche des 
h. Dionysius und in der der lllirloriten gefeiert werden. 
Sodann schenkt und vermacht besagter Testator dem 
nosfro 
1) Ad 
Signore 
blesser 
Donline 
Dio.
        

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