Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1383539
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nardettds de' Medici, geboren zu Florenz 1482. Er war wäh- 
rend der Belagerung im Jahre 1529 in Florenz, Wurde aber 
in strengem Gewahrsam gehalten, bis ihn die Eroberung be- 
freite und zu hohen Aemtern brachte. Von ilnn stammt dazs 
Haus der Fürstexl von Ottajannw ab. Der WVeingarten blieb 
übrigens bis zu seinem Ende Eigenthum Leonardds, indem 
derselbe in seinem Tbstzunent die eine Hälfte davon an Bat- 
tista. de Vilanis, (lie andere nebst rlem Hanse, (las die- 
ser darauf erbaut batte, an Salai vermachte. 
Sonett 
LEONARDO 
DA 
Vmcfs. 
Kannst, wie (111 willst nicht, wie (111 kannst so vvolle, 
Weil Wollen thüricht ist, wo fehlt das Kiinnen; 
Demnach verständig ist nur der zu nennen, 
Der, wo er nicht kann, auch nicht sagt, e-r wolle. 
Das ist für uns das Lust- und Leidenvolle, 
Zu wissen ob, ob nicht wir wollen künnen; 
Drum kann nur der, der nimmer trennen 
Sein Wollen 1nag vom Wissen, was er selle. 
Nicht imrner ist zu wollen, was wir künnen; 
Oft däuchte süss, was sich in bitter kehrte, 
YVie ich beweint, besass ich, was ich wollte. 
Drum mügÄ o Laser, meinen Rath erkennen: 
Willst Du der Gute sein, der anclern Werthe 
Wo11' immerdar nur künnen das Gesollte! 
Auch die Musik, sagt Vasari, begann Leonardo zu stu- 
diren, entschloss sich aber bald, das Lautenspiel zu lernen, 
and da sein Sinn erhaben und voll der sohünsten Gedarxlfen 
war, improvisirte er zu diesem Instrument wunderbar schone
        

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