Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1383392
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6. Auch mache ich sichere und unverletzliche bedeekte 
Wagon, Welche, mit ihrem Geschütz unter die Feinde gera- 
thend, auch die allergrüssten Heeresmassen zum Weichen 
bringen künnen, und hinterher kann die Infanterie ganz sicher 
und ohne irgend ein Hinderniss naehfolgen. 
7. Item, wenn es nüthig ist, mache ich Bombarden, 
Dliirser und anderes Feldgeschütz, Passavolante genanrlt, von 
sehr schüner und zweckmässiger Form und gar nicht im ge- 
meinen Gebrauch bekannt. 
8. Wo (lie Thätigkeit der Bombarden nieht angewendet 
werflen kann, werde ich Steimvurfmaschinen zusammensetzen, 
sowie Schleudern, Ballistexx  11m1 andere Instrumente von 
Wunderbarer Wirkung und ganz aussergewvühnlicher Art; mit 
einem Worte, je nach der Vcrschieflenheit der Fälle werde ich 
verschiedene Angrifswaffen machen. 
9. Und bei vorkomlnenden Fällen weiss ich zum Ge- 
brauch auf dom Meere viele Instrumente, die zum AngriE 
wie zur Vertheidigung sehr geeignet sind, und Schiife, die 
der Gvewalt je-der, auch der grässten Bombarde Widerstand 
leisten kännen, so wie auch Staub und Ranch hervorzubrin- 
gen 2) geeignet sind. 
10. In Friedenszeiten glaube ich in Vergleich mit jedem 
Andern, sehr gut in der Baukunst Genüge zu leisten, sowohl 
in der Errichtung von äifentlichen und Privatgebäuden, als 
auch in der Leitung des Wassers von einem Orte zum 
andern. 
Item Werde ich in der Man-mon, Bronce- und Thon-Sculp- 
tur arbeiten, und ebenso in der Malerei Alles leisten, was 
nur in Vergleich mit jedem Andern, wer es auch sei, ge- 
leistet werden kann. 
Noch werde ich auf das Broncepferd meine Arbeit ver- 
wenden künnen, welches ein unsterblicher Ruhm und ewiges 
Ehrendenknlal des gesegneten Angedenkens Eures HBITÜ 
Vaters unä des berühmten ILIauses Sforza sein wirä- 
nlangani, 
Briccole, 
trabucclni. 
polveri 
fumi.
        

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