Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1383356
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Der obige von Gaye (Cart. II. 68) publicirte Brief 
zeichnet sich durch eine besscrc Schreibart aus, als sonst in 
den andern Briefen Piotnfs bemerkt wird. Es fällt derselbe 
in eine Zeit, in Welcher unser Meister schon sehr häuüg von 
der Sorgfalt und liebevollen Durehführung nachliess, Welche 
seine früheren Werke auszeichnen und in der er nicht immer 
mehr den Vortheil der Ehre hintenan setzte. Graye zweifelt 
daller, ob er (lie darauf bezügliche Versicherung in dem 
Briefe mit ganz gutem Gewissen habe geben künnen. Die 
Frau Isabella von Mantua. kennen wir schon aus den Brie- 
fen des Andrea Mantegna; das in Rede stehende Bild Pie- 
tro's seheint zum Pendant für ein Bild Andreafs bestimmt 
gewesen zu sein, indem cr sich sonst wonl kaum nach 
der Technik des Anclrea gerichtet und sein Bild in Tempera, 
gemalt habexi würde. Nach Gaye mag auch dies Werk 
kaum zu seinen besseren 11m1 sorgfältiger ausgefüluten ge- 
hürt haben, indem es zwischen zwei sehr bedeutende Arbei- 
ton fällt, die in den vorigen Briefon berührten Freskomale- 
reien zu Cittä della Pieve und die nicht minder ausgedehn- 
ten YVandmalex-eien zu Panicale, von äenon (lie ersteren nach 
dem Brief vom 1. März 1504 noch nicht begonnen, dia letz- 
teren aber nach ihrer Inschrift im Jahre 1505 schon vollendet 
waren. Vgl. Vasari II. 2 p. 385 Anm. 
PIETRO 
PERU euro 
an 
den 
Prior 
der 
Augustiner 
bei 
Perugial. 
[Pcrugia] 30. März 1512. 
Ich Pietro, Maler von Castello della Pieve, sclücke dort- 
hin an Euch, dan Prior von S.Agostino zu Perugia, meinen 
Gehülfen Bartolomeo mit dieser Anweisung, dass Ihr an An- 
gelo di Benedetto da Ponte Felcino ein Maass Getreide gebet, 
und das wird wohl angewendct sein. So ist es. Ieh vor- 
besagter Pietro habe diese Anweisung mit eigener Hand 8e" 
schrieben.
        

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