Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1383324
82 
aller Einzelheiteu des Bildes. Auf der Ivlaupttafel stehen die 
zwälf Aluostel, und in ihrer Mitte die h. Jungfrau, dem gcn 
IIimmel emporgchobenen Christus mit don Augen folgend. Die 
Engel, die der Abt sich ebenfalls ausmacht, befinden sich sin- 
gend und musicirend zu den Seiten Christi. In dem Halb- 
kreis über der eigentlichen Altartafel, Gott Vater mit Engeln. 
Die Figuren sind etwas unter Lebensgriisse. Auf dem Untcr- 
satz (der Predelle) befinden sich die in dem Kontrakt aus- 
gcmaehten, später noch zu bestimmenden Geschichten, näm- 
lich die Anbetung der h. drei Künige, die Auferstehung und 
die Taufe Ohristi. Der Preis beträigt 500 schwere Gold- 
dukaten, welche dem Werthe von 850 rümischen Scudi gleich 
kommen (ca. 1275 preuss. Thaler). 
Was die ebenfalls in dem obigen Kontrakt erwähnte Ein- 
fassung der Altartafel anbelangt, "capsa", so ist darüber im 
Jahre darauf unter dem 23.November 1496 ein neuer Kon- 
trakt zwischen Pietro Perugino und dem damaligen Abte, 
Zacharias Castagnoli von Padua, abgeschlossen worden, wo- 
nach er auch diese verzieren und dafür gewisse Propheten- 
iiguren malen sollte, für den Preis von 60 schweren Gold- 
dukaten. Einige dieser einzelnen Heiligenfiguren sind noch in 
der Sakristei der Kirche des heil. Petrus erhaltexl. Vergl. 
Mezzanotte p. 65, das Dokument ebd. p. 297. 
30 a. 
PIETRO 
PERUGINO 
Z1]. 
an don Syndikus 
Castel (lella Pieve. 
der 
Disciplinati 
20. Februar 
Perugiaa 
1504. 
Mein lieber Herr! Für die Malerei, die sie in dem Ora- 
torium der Disciplinati ausführexl wollen, würden mindestens 
zweihundert Gulden nüthig sein. Da ich iIIdGSSBII aus der 
Stadt gebiirtig bin, so will ich mich mit hundert begnügen,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.