Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1383196
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Der bei Bottari VHI. 20 abgedruckte Brief enthält äie 
Antwort auf folgendes (ebenfalls bei Bott. p. 21 befindliche) 
Schreiben des Marehese: 
FRANOESCO 
GoNzAGA 
8.11 
ANDREA 
MANTEGNA. 
16. December 
Mantua, 
1489. 
Andrea, wir glauben, dass die Arbeit, die lhr für S. 
Heil. unseren Herrn 1nac11t, sich ihrer Vollendung nähert 
und dass Ihr (lie hauptsächlichsten und wiehtigsten Sachen 
schon vollenrlet habt. Jemehr (lies nun zur Genugthuung 
Sr. Heil. gereicht, um so grässer wird unsere Zufriedenheit 
mit Euch sein, indem wir als Sohn und Diener seiner HeiL, 
(Lie wir sind, wünschen müssen, dass Hächstderselbe alle seine 
WVünsche erfüllt 86116. Wir haben beschlossen, den 16. des 
kommenden Februar, die Frau Marchesa, unsere Gemahlin, 
heimzuführen _und die Hochzeit feierlich zu begehen. Dazu 
wünschen wir ungemein Eure Gegenvsfart wegen einiger Sa- 
chen, die wir auszuführen beabsichtigen, indem wir wissen, 
dass Euer eründerischer Geist uns in clen benüthigten Din- 
gen von grosser Hülfe, ja ganz unumgänglich nüthig sein 
Wird. 
Aus diesem Grande scheint es uns räthlich, dass Ihr 
bei Zeiten eine gute Gelegenheit wahrnehmet, gutcans und gnä- 
diges Gehär bei Sr. Heil. unserem Herrn zu erhalten und von 
derselben die Erlaubniss zu erlangen, Euch hieher zu bege- 
ben, so dass Ihr zur rechten Zeit hier sein künnt, und je 
cher dies geschieht, un1 so lieber wird es uns sein. In dem 
hier Beigeschlossenen haben wir an S. Heil. geschrieben und 
ihn inständigst gebeten, Euch kommen zu lassen. Sowie es 
näthig sei, würdet Ihr nach Rom zurückkehren. Bemüht 
Euch also auf alle Weise, Eure Ankunft nicht aufzuschieben, 
indem uns dieselbe ebenso nüthig als erwünscht ist. Küsset 
in unserm Namen Sr. Heil. den Fuss'). 
Raccomxzlandarctcce 
li pedi 
de 
Beatitudixze.
        

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