Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1383067
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tiner war, obschon er äfter als Bürger von Urbino, wo er 
sich später niedergelassen, bezeichnet wird. Giuliano (la, 
Majano, der hier unter dam bescheidenen Namen aines 
Zimmermeisters, "maestro di legname", als Vermittler genannt 
wird, war ebenfalls ein berühmter Architect aus der Schule 
des Filippo Brunelleschi, von dem, wie. vom Pontelli in Rom, 
bedeutenrle Werke in Florenz und Rom vorhaxlden sind. 
Pontelli unterzeichnet sich in dem von Gaye (Cart. I. 274) 
bekannt gemachten Briefe als lignaiolo, Zimmerlneister und 
Schüler des Francione. 
PIETRO 
CENNINI 
3.11 
PIER 
Fmnfro 
PAND OLFINI. 
Flordnz, 
November 
1483. 
Petrus Cenninus grüsst den Decemvir Pier Filippo Pan- 
dolüni.  Du wirst Dich vielleicht beim Anfange dieses Brie- 
fes wundern, WeIcheS der Grund sei, um dessen willen ich 
gegen die Gewohnheit an Dich schreilae, (la mir doch die Geä 
legenheit, von Angesicht zu Angesicht mit Dir zu sprechen, 
nicht fehle. Indessen, nachdem Du meine Absicht erkannt, 
hoife ich, dass Du sowohl meinen Entschluss billigen, als 
auch meinem ehrenhaften und innigem Wunsche nachgeben 
wirst. 
Nachdem nämlich Thonfas Ridolfus, nach aller Ur- 
theil ein ernster, weiser und im Staatsdienste eifriger Mann, 
das Leben verlassen  dieser aber liebte mich sehr und 
hielt mich werth, wie er auch von mir ungerqein geliebt, g-e- 
achtet und verehrt wurde  habe ich oft bei mir überlegt, 
wem ich mich widmen sollte, Wcr mich mit Wohlwollen 
und Liebe umfassen sollte, wessen Freundschaft mir An- 
nelnnlichkeit und Ehre bringen würde. Denn es war nicht 
meine Absiclzt, noch hielt ich es für rathsam, des Umganges
        

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