Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Technik der Monumentalmalverfahren
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1380402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1380519
Technik gemalt, später mit einem fetten Oeleät) überzogen, sich 
als ausserordentlich widerstandsfähig, fast unangreifbar erwiesen 
haben. Gewiss dürfte es sich lohnen, zur Ermittelung der hierzu 
angewandten Verfahren, den noch recht unbekannten Hand- 
büchern (Podlinnik), namentlich in Russland, nachzuforschen. 
Es sind das jene Handbücher ähnlich der Hermeneia, dem Hand- 
buche der Malerei vom Berge Athos, die den Urtypus, den 
Canon der russischen Heiligenbilrlermalerei festhalten, von denen 
zahlreiche, in den Einzelheiten abweichende Abschriften in ver- 
schiedenen slavischen Sprachen vom 11 -18. Jahrhundert als 
erhalten bekannt sind, und in denen der technische Theil aus- 
führlich behandelt wird.  Jene Sorgfalt, der wir auch hier wie 
überall bei Bereitung der Malmittel begegnen, finden wir mit 
weiser Umsicht gepaart auch bei Bereitung der Malgründe; ist 
dies bei Staffeleibildern der Fall, so finden wir diese, wenn mög- 
lich, in noch erhöhterem Masse bei der Präparation der Wände 
zu bildnerischem Schmucke; und dies ist sowohl bei den Werken 
antiken, als auch früh- und spät-mittelalterlichen Ursprungs der Fall. 
Wenden wir uns zurück zur Fresco-Malerei, dem vero 
fresco, so ist zunächst der Kalk der wichtigste Factor in dieser 
Technik. Er dient zur Herstellung des Grundes, findet als Farbe 
die ausgedehnteste Verwendung, und bindet einschliessend, über- 
deckend die Farben; doch damit sind seine Eigenschaften noch 
lange nicht erschöpft. Seine richtige Verwendung, die Inacht- 
souvent ä celle de saure." S. 31. Das NVort findet also in manchfaehstcr 
Weise Verwendung, sowohl im Allgemeinen, indem es den Gegenstand als 
zu heiligem Dienste bestimmt bezeichnet, als auch im Besonderen. indem 
eben damit ein ganz bestimmter Styl bezeichnet wird. Denn Sabaticr be- 
merkt in seinen Notions sur ldconographie Sacröe en Russie, p. 33: 
"Pendant que les eglises de In vieille Novgorod se (lecoraient dümages 
saintes, de fresques, et mGme de mosaiques, de style lcorsounien, Moscon, 
ville encore recente, voyait ä. 1a eonr de Sirneon le Fier, et sous le metro- 
politain Theognost (etait grec de nation), des zoographes grecs et russes, 
Aqui travaillaient pour ses eglises". 
i) Mittheilungen über die heilige Iconographie in Russland, über- 
setzt aus den Notions sur Plconographie sacree en Russie per J. Sabatier. 
Membre-fondateur de 1a Societe diarcheologie et de numismatiqile de 
St. Pötersbourg; nlembre eifectif de 1a. Soeiete geographique de St. 
Petersbourg ete., membre honoraire de 1a Societö numismatique de Berlin 
etc. etc. St. Petersbourg; de Pimprimerie de 1a confeetiou des papiers 
de 1a. couronne. 1849, befinden sich im Anhange des aus dem neu- 
gviechisehen Urtexte iibersetgten Handb. der Mal. v. Berge AtlwS mit 
Anmerkungen von Didron d. A. und eigenen von Dr. utr. Godeh. Schäfer 
Trier, Fr. Lintz 1855.
        

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