Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Technik der Monumentalmalverfahren
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1380402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1380500
keine fremden Eier einführte, und man darauf angewiesen war, 
sich zeitig für die strengeren Wintermonate mit Eiern zu ver- 
sehen, nahm man vom Bauer August-Eier, die sich in Kalkmilch 
aufbewahrt, wie frisch erhielten, und von Alters her hierfür am 
geeignetsten erwiesen hatten. Der August ist nämlich der Ernte- 
Monat, zu dieser Zeit finden die Hühner reichliches Körnerfutter 
und sind nicht, wie zu den andern Zeiten, aufs Suchen nach 
Larven, Käfern und Würmern angewiesen, noch findet das 
Huhn zu dieser Zeit Knospen und Blüthen. Findet das Bauern- 
huhn gemeinhin nur zu dieser kurzen Zeit auf dem Hofe und 
im Felde die reichlich verstreute Halmfrucht, so wird der 
Stadthenne das ganze Jahr hindurch Körnerfutter neben zumeist 
gekochten Küchenabfällen und Brodresten gereicht, woraus schon 
der Unterschied in der Zusammensetzung des Ei-lnnern in 
Färbung und Geschmack ersichtlich hervorgeht.  Eine weitere 
Bestätigung des eben Gesagten bietet auch die Untersuchung 
der Eieröle! Bekanntlich enthält der Dotter oder das Eigelb 
Oel, und zwar jenes der Hühnereier durchschnittlich 11,50 Pro- 
cent.  Dieses Oel ist dickflüssig, röthlich-gelb und von mildem 
Geschmack. Nun unterscheidet sich das den Enteneiern ent- 
zogene Oel wesentlich von jenem, welches von Hühnereiern 
herrührt. Das Enteneieröl ist zunächst dunkler von Farbe, 
dazu dünnflüssiger und fehlt demselben der den Hühnereiern charak- 
teristische Geruch.  Entspricht nun das Ei-Innere des Bauern- 
huhns in seinen sichtbaren Merkmalen nur in der Erntezeit 
aus eben angeführten Gründen mehr dem Gehalt des Eies der 
Stadthenne, so scheint das Enteneieröl des Weiteren die ange- 
führten Gründe zu bestätigen. Denn die Ente bleibt beständig 
auf eine selbst dem Bauernhuhne nur theilweise und dazu selten 
erreichbare, der Stadthenne aber vollständig unbekannte Kost 
angewiesen!  
Ich will nicht verabsäumen, bei dieser Gelegenheit der in 
der Ei-Technik hochstehenden alt-byzantinisch-griechisch und 
russisch-korsounischent) Bildwerke zu gedenken, die in besagter 
 Man gab den Beinamen "korsounisch" oder chersonesisch nicht 
nur den Malereien. sondern auch Sculptnren und Metallarbeiten, welche 
von Cherson (in der Krim) herkamen. Später und im weiteren Sinne 
diente das Wort "korsounisch" dazu, jedes ausgezeichnete und zu kirch- 
lichem Dienste bestimmte Bildwerk zu bezeichnen?  J. Sabatier erklärt 
das Wort, indem er sagt:    "En general aussi, tout vase, soit ancien" 
soit moderne, employe ponr le SBYViCG divin shppelle en russe vase 
korsounien, d'oü on serait en droit de conßfure que cette öpithete equivuut
        

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