Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Technik der Monumentalmalverfahren
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1380402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1380483
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lers in Betracht, welche die Wahl des zu benutzenden Verfahrens 
mit bestimmen. 
Bevor ich jedoch im Folgenden zur Mineral-Malerei über- 
gehe, glaube ich gleich hier einen kleinen Abschnitt einschieben 
zu müssen, der zunächst die im vorhergehendemäeffe geschilderte 
Fresco-Technik durch Erledigung einiger elementaren Fragen, die 
bei jeder Art von Wandmalerei jedoch von eminenter Bedeutung 
bleiben, zu ergänzen bestimmt ist.  
Mmmlnssmeiner, die" Fresco-Technik behandelnden Broschüref") 
in welcher ich mit möglichster Kürze das zu beobachtende Ver- 
fahren bei dem Malen auf dem Nassen geschildert habe, musste J, 
ich auf eine eingehendere Behandlung manches sonst Wissens-V 
werthen verzichten, um die Darstellung des Verfahrens nach 
Möglichkeit klar und übersichtlich zu halten. Doch ist es für 
Denjenigen, der in dieser Technik mit Erfolg arbeiten will, un- 
erlässlich, sich weiterhin mit den Eigenschaften, dem inneren 
Wesen der Grundstoffe näher bekannt zu machen; nur dann 
vermag er die sichtbar werdenden Erscheinungen auf die sie 
hervorrufenden, sie bedingenden Ursachen zurückzuführen, sich 
vor Eventualitäten zu schützen, und das Verfahren zu verbessern, 
zu vervollkommnen. Das Verlangen, diesen etwas ungewohnten 
Weg zu betreten, der unser Nachdenken herausfordert, uns zu 
beobachten, zu untersuchen und zu prüfen zwingt, mag wohl 
Manchen befremden, weil es nicht so ganz den mehr oder W8- 
niger herrschend gewordenen Gepflogenheiten entspricht; dennoch 
aber ist es der Weg, den alle jene von uns soviel bewunderten 
Meister früherer Tage gegangen sind. Dass dies geschehen, ist 
unzweifelhaft; dies bekunden uns bei näherer Besichtigung die 
Werke selber, und die auf uns gekommenen Aufzeichnungen 
bestätigen die Annahme. So erklärt sich auch einzig die Eigen- 
art in der Technik der bedeute-anderen, ob früheren oder späteren 
Meister, und diese treffen wir nicht etwa bei verwandten, sondern 
selbst innerhalb derselben Schule. Sie gelangten eben  be" 
kannt mit den Errungenschaften ihrer Altvordern  durch Ziel" 
bewusstesfselbststandiges Forschen zu jener oft geradezu staunens- 
werthenfVervollkommnung der Ausdrucksmittel, die mit einer 
unverkennbar leichten, allen Wünschen genügenden Behandlungs- 
weisei die erforderliche Haltbarkeit verbanden.  Bei der Wich- 
 
1') Beitrag zur Geschichte der Maltechniken. Vollständige 
tung zur IPresL-o-Malerei. Düsseldorf, L. Voss ä Cie. l89l. 
Anlei-
        

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