Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsches Kunstleben in Rom im Zeitalter der Klassik
Person:
Harnack, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1377511
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1378678
oefhe 
Wsft 
Auflßnth 
179G- 
JTHT. 
Kutschen. welche unser-n verstorbenen Landsmann be- 
gleiten sollten. (lurtteu sich erst bei Bocea della Verita, 
am Üfer der Tiber. nicht weit vom Aventiiiisclieii Berge, 
we die (legenden Roms schon ziemlich öde werden, ver- 
salllllnßlll. Ich nebst.- drei vertrauten Freunden des Ver- 
storbenen. fuhren nach seiner W0linung' bei St. Peter. setzten 
den schmalen Sarg, so gnt es gehen wollte. in eine Kutsche. 
der wir in einer anderen ielgten. und brachten so den Leich- 
nam, in derDunkelheit tlerNailzht, heimlich (lurch eine lange 
strasse. die sich an der Tiher hin durch ganz 'l'rastei'ere 
    S0 gelangften wir über die sixtinistzhe Brücke 
nach der Bocca della Verita. wo die übrigen lüitschen 
mit den Sbirren uns schon erwartet, hatten." Unter 
lüickelscllein wurde der jugendliche Kinqjiei" dann der 
Erde übergeben, Moritz redete einige Worttw. und die 
Schollen wuifden auf den Sarg gewerfeii. Welch? (lüstres. 
jaminervolles Bild! llnd doch wünschte sieh (ioethe: 
grlermes führe mich einmal. (Äiest,i11s' Male vorbei. leise 
zum Orkus hinab!" S0 gewaltig war die Anziehung' 
Ronrs; die zwei Jahrtausende. die von der Pyramide 
herabschauten, galten mehr als die zarteStwrgfalt, mit 
welcher der (äenius der Heimat. ein inmitten VäTQTlädl- 
discher Erde gebettetes Grab umivebt. 
(ileichsram einen ,-Xussenposten des römischen Deutsch- 
tums bildete (lanmls Neapel, wohin wir Cioethe sieh schon 
begehen sahen und wohin bald (lanaeh auch Moritz ihm 
folgte. in Neapel. einem für den Fremden höchst un- 
günstigen Boden, wer die Pflege ausländischer Kunst, 
ausschließlich (lureh Philipp Haekert, der 1782 aus 
Rom dorthin übel-gesiedelt war, heimisch geworden. Zu 
gleicher Zeit war aueh der Historienmaler Heinrich 
Pilger von Rom gjekoinmen und hatrtre im Schloss von 
(fusertai einigges gemalt; er hatte aber bald das König- 
reich wieder verlassen. Wir kennen bereits Hziekertlq 
lßilent für die Landsehaflsmalerei, wir kennen auch seinen 
pfiiki-iSßllell. zivar redliehen, ziher immer ZWGCkÖOKVIISStBIl 
Sinn. Mit (liesen Pliaensehz-iften hatte er sich an dem Ver-
        

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