Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsches Kunstleben in Rom im Zeitalter der Klassik
Person:
Harnack, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1377511
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1377972
Erster 
Abschnitt. 
Die 
Regierungszeit (1161116118 des 
1769-1774. 
Vierzehnten 
Aus der Fülle eines reichen Schaffens, aus einem 
Kreise unbedingter Verehrer und Bewunderer hatte sich 
Winck el mann losgerissen, um nach Jahrzehnten wieder 
einmal die heimatliche Luft zu atmen und dort, von wo 
er als kümmerlicher- Wandrer, als bescheidener Schützling 
eines fremden "Priesters ausgewandert, nun als Fürst der 
gelehrten Welt, ja als ein Prophet nur geahnter Er- 
kenntnisse seinen Einzug zu halten. Deutschland und 
Italien folgten seinem Zuge und seiner schnellen Bück- 
kehr mit eifriger und eifersüchtiger 'l'eilnahn1e. Nieder- 
schmetternd wirkte die plötzliche, kaum glaubliche Kunde 
seines jammervollen Endes; wie von einer tückischen 
Macht war der Schöpfer eines neuen Reiches von Wissen- 
schaft und Kunst meuchlerisch seiner noch unvollendeten 
Gründung entrissen worden, und verlassen stand der 
'l'hron, auf welchen ihn die einstimmige Bewundrung der 
Zeitgenossen erhoben hatte. In Rom war Niemand, der 
sein Werk fortsetzen konnte. Wohl hatte Winckelmann 
auch „Scl1ule" gemacht; ja es durfte Jeder, der sich mit 
der Kunst des Altertums von irgend einer Seite beschäftigte, 
sein Schüler heissen; aber Schüler, die Meister zu werden 
versprachen, waren, wenigstens in Rom, nicht vorhanden. 
Die geschäftigen und kenntnisreichen Abbaten, welche 
dort Winckelmanns neue Entdeckungen und Einsichten 
Harnack, Kunstleben. 1
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.