Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsches Kunstleben in Rom im Zeitalter der Klassik
Person:
Harnack, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1377511
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1379768
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Neunter 
Abschnitt. 
im Jahre 1810 ein Werk heraus, welches viel zur Ver- 
breitung besserer Kenntnis der älteren italienischen 
Malerei beigetragen hat, charakteristischer Weise aber 
in seinen Anfangen stecken blieb: die „Geschichte der 
Malerei in Italien"; in einer Reihe von Kupterstichen 
Wurden hier die Hauptvertreter der italienischen Kunst 
bis auf Perugino den Zeitgenossen zugitnglich und schnell 
Vertraut gemacht.  
S0 entwickelte sich nun im Wetteifer mit der 
klassischen Kunst die romantische, um rasch zum 
Siege zu gelangen. Noch im Jahr 1810 lasst der ver- 
dienstvolle Almanach aus Rom, welchen Reinhart 
und Sickler für Freunde der Kunst herausgaben, uns die 
alten Verhältnisse ziemlich unverändert erkennen  
aber im selben Jahre zogen Overbeck und Pf 0 rr in 
Rom ein, im nächsten folgte ihnen Cornelius, und 
damit War das Uebergewicht zweifellos. Schon 1809 hatte 
die Humboldtlsche Familie Rom verlassen. nachdem 
durch die zweite französische Invasion der Gesandtschafts- 
posten hinfällig; geworden war; in seinem '.l'eg'el'schen 
Schlosse schuf sich Humboldt ein beständiges Denkmal 
der Erinnerung an die klassischen Genüsse seines römischen 
Alufenthaltes. Im Jahre 1809! kehrte Blriedrich Tieck, 
1811 Rauch nach Deutschland zurück. Als unerschütter- 
licher und unbesiegbarer Vertreter der klassischen Kunst 
blieb in Rom nur Ülhorivaldsen.
        

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