Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsches Kunstleben in Rom im Zeitalter der Klassik
Person:
Harnack, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1377511
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1379591
Perh 
letzte 
D10 
klassischer 
Kunstübulyg. 
163 
denen er ein wahrhaft fürsorgentler Freund war: 
T11 orwaldsen als Bildhauer, Schick als Geschichts- 
maler und Reinhart als Landschaftsmalerß) In Thor- 
waldseirs eben die Aufmerksamkeit erregender lason- 
Statue fand er mit Recht „eine überaus kräftige und 
harmonische Gestalt" und eine Behandlung; des heroischen 
Charakters. welche ganz im antiken Sinne" eine sehr 
glückliche Mitte zwischen der gewühnlicherl Natur und 
der eigentlichen Göttergestalt halte. (f) Auch HumboldtTs 
ti-attin schätzte den Künstler hoch, von dem sie ihre 
Büste in llI-armor amsführen liess. Friederike Brun aber, 
die nordische Kunstfreiiiitliil, durch die gemeinsame Heimat 
dem Künstler noch besonders verbunden, feierte die An- 
erkennung; des Iason mit einem Fest, welchem auch die 
Humboldts und als vornehmster (fast der Erbprinz von 
Mecklenburg. Bruder der Königin Louise, beiwohnte. In 
einem römischen (äarten, „w'o Lorbeer, Oelbaum und 
ItlÄyrt-e zu jedes Yerdienstes Krone immer grünen, wo 
die (Eloldfrucht der Unsterblichkeit lylühentl reift und die 
Frühlingshore ihr Bllttenhorn um uns ausschüttet". 
wurde das Fest begangen. Die 'l'ochter der Gastgeberin, 
noch fast ein Kind, aber durch die (älrazie ihres Wesens 
schon allgemein bewundert, drückte inmitten eines panto- 
mimischen Tanzes unver-niutet den lyorbeerkranz auf 
das Haupt des Künstlers. der tief bewegt ausrief: „Er 
lastet auf meiner Stirn". So bekräftigte 'l'horwaldsen 
hier in der Xdlirklichkeit die E1npii11du1ig' von Gloetheis 
'l'asso. den er doch nicht kannte. und noch in späten 
Jaltren gestand der mit Ehren überschüttete Meister. 
nichts habe ihn je so ergriffen als dieser erste ihm ge- 
spendete Kranz. i) Er suchte nun auch in den nachst-eii 
Jlzthren (lurch eifriges Schaffen sich seiner würdig; zu er- 
weisen. An die Stelle der langsamen, stillen Vorbereitung; 
trat nun eine heftige, sich nicht genugtuentle Produktivität. 
Sie begründete auch schnell den Ruhm des Kilnstlers, 
der besonders im Reliefstyl von allen Kennern bald das 
Zeugnis erhielt, die reine (Fresse der griechischen Yor- 
bilder wieder erreicht und das erfüllt zu haben, wonach 
 11"
        

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