Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsches Kunstleben in Rom im Zeitalter der Klassik
Person:
Harnack, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1377511
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1379475
Die 
Zeit 
dey 
Ümwälzun gen 
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zurück, und erfuhr hier die  künstlerisch betrachtet  
höchste Auszeichnung seines Lebens: der Papst be- 
stimmte, dass die eben vollendete Statue des Perseus auf 
das Postament des von den Franzosen geraubten Apoll 
von Belvedere aufgestellt werde. Eine uns kaum begreif- 
liche Ueherschäitzunät; einer Arbeit, die in ihrer geleckten 
(Ti-lätte nicht zu den besten (lanovals g'eht'irt,; immerhin 
noch begreiflichei" als die jetzige Anordnung, Welche dem 
l'erseus seinen Platz neben den langst zurückgekehrten 
weltberühmten Werken des Belvedere angewiesen hat. 
Bald (larauf meisselttta (Tanova auch die beiden Faust- 
kampfer. welche gleichfalls die hlhre der Aufstellung im 
llelvedere erhielten, aber zweifellos gegrenüber dem Her- 
knles einen Rückschritt in der Lebendigkeit der Be- 
wegungen darstellen. Auch (iiese Werke fanden jedoch den 
höchsten läeitall; besonders auch in Paris, wo der eine der 
Kämpfer ausgestellt wurde und sich das Lob ernnig, dass 
Italien, reich durch seine alten Kunstischatze und seinen 
glücklichen, Iliminel, allen lyamlern hlusterstücke der 
bildenden Kunst schenke. S) Ja trotz aller Beranbungen, 
die man selber an Rom verübt hatte, legte man in Frank- 
reich (jloch der römischen Kunstatmosphare soviel fördernde 
Kraft bei, dass der Erste Konsul der römischen Aciadeinie 
de France seine besondere Fürsorge zuwandte und im 
{fahre 1801 (lurch läriverbnng der priitrhtigen Villa Medici 
als Wohnstatte ihr einen neuen Aufschwnngj gab. Füll- 
lich hatten die ltalienei" keinen Maler, der sich an Ruhm 
mit tlanova. Vergleichen konnte; aber Landi und flammt:- 
cini galten doch viel, und gerade jetzt tainchte ein neuer 
Meister auf, der zwar uns nicht viel mehr wert- (lünkt 
als jene, übt-W (lamals doch das Ansehen der römischen 
Malersclinle hob, Pietro Benvenuti aus Arezzo. Er 
war Historienmaler, sowohl mit antiken wie mit bib- 
lischen Stoffen beschäftigt, die er alle in der gleichen 
inanierirten, aber effektvollen Weise behandelte. 
Tnter den deutschen Künstlern waren die Historien- 
maler fast ganz aus Rom Verschwunden. Wächter hatte 
bald nach Carstens 'l_'ode die Stadt verlassen; nicht lange
        

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