Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsches Kunstleben in Rom im Zeitalter der Klassik
Person:
Harnack, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1377511
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1379385
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xschnift 
borenei- Römer, fing" an in seine Fusstapfen zu treten, 
mit Bildern religiösen und antiken Inhalts, auf welchen 
jede einzelne Figur als künstlich gestellte ltlotlellpuppe 
erschien. Auch von (lanova meinten schärfere Beurteiler 
schon damals, dass er mit seinen zunehmenden Erfolgen 
sich immer mehr in Manierisinus verliere. Andererseits 
freilich gewann eines seiner Werke, die stehende 
Ciruppe von Amor und Psyche gerade damals noch den 
höchsten Beifall in Italien und Phaiikreicli. Die gefeierte 
Künstlerin ltiadatme Le Brun schrieb darüber, Praxiteles 
habe wohl in der Statue der Venus die Idee der Liebe 
ausgedrückt, aber doch nur ungenügend, weil in einsamer 
und vereinzelter Gestalt; „Dir allein war es vorlaehalten, 
die himmlische Vereinigung' der Liebe Sterblichen sicht- 
bar zu macheirtf") Jedenfalls aber war schon damals 
klar, dass es (Ülanova nicht vorbehalten war, die, Kunst 
über den in seinen Jugendwerken erreichten Standpunkt 
hinaus zu fördern. Immer grösser wurde seine technische 
(Rewatndtheit. aber seine Auffassung: der Natur Verschärfte 
sich nicht mehr und seine Empfindung" vertiefte sich 
nicht mehr. Doch schon stand an den 'l'oren Roms der 
Genius, welcher mit festerer und kräftigerer Hand als 
Carstens das Banner klassischer Kunst hochzuhalten ver- 
mochte und welcher durch alle Stilrme äusserer Be- 
drangnisse und feindlicher (Jreistesrichtungen das mllendete 
klassische Ideal mit siegendem Erfolge hindurchflihreii 
sollte. freilich nur auf dem Gebiete der Plastik,  Albert 
Ülhorwaltlsen.
        

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