Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsches Kunstleben in Rom im Zeitalter der Klassik
Person:
Harnack, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1377511
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1379379
hrstens" 
hnische 
Wirkse 
lmkeit 
1792. 
41797. 
141 
aus dem neugebildeten Kreise der „Ro1na.nttikeri" hervor, 
dessen lilittelpunkt Tieck mit den Gebrüdern Schlegeln 
bildete und der gegen Goethe's gesunde, vom Bewusstsein 
des eignen Gesetzes gebandigte Natürlichkeit ein halt- 
loses Gemisch von Subjektivismus und Autoritatsverehrung 
setzte. Während Goethe sich rüstete in seinen "Propy- 
läen" gegen YVackenrotler vorzugehen, schrieb ihm Bury: 
...Allen Dank soll ich Ihnen im Namen vieler Künstler 
abstaltten für lhren Klosterbruder. und möchte die (iüte 
haben, den andern versprochnen Theil, recht bald nach- 
zuschicken. Wie einzig sind Sie in Ihren Kunsturteilen, 
wo ist ein anderer Mann, der so viele Begriffe vereinigt 
als wie Sie? wenn ich mir eine fröhliche Stunde machen 
will, lese ich in diesem lehrreichen Bucheßw) Wir 
keimen Goetheis Antwort nicht; aber sie wird wohl in- 
griiimiig genug" gewesen sein, wenn er sogar öifentlich 
von dem „klosterbrudrisirenden lfnivesen" sprach, das der 
Kunst mehr schade als alle JVirklichkeit fortlernden 
Falibane". 
Die nicht deutschen Künstler Roms blieben von 
diesen Verirrungen illlßlWiillgS noch fern; allein von einem 
kräftigen Fortschreiten auf gesunden Bahnen war auch 
bei ihnen nichts zu bemerken. Uebrigens waren, wie 
wir wissen, die Franzosen aus Rom verschwunden, die 
Engländer verloren eben ihren bedeutendsten Vertreter 
G a vin Hamilton, welcher 1797 starb; wie man sagte, 
teilweise aus Angst und Aufregung, dass auch ihm seine 
prztclitvollen liunstschatze mit. der Zeit geizaubt werden 
könnten. S0 blieben im Wesentlichen nur die Italiener 
übrig: Diese gjiengen in den gewohnten Bahnen weiter, 
ohne im lilindesten zu ahnen, dass ein Umscl1vwu11g' der 
Welt. sich vorbereite. Noch im Jahre 1797 gab Bian- 
0011i zum ziveiten Mal sein Pllogio storico del A. R. Menge 
heraus. und widmete es jetzt Angelika Kauiiinann, 
indem er auf diese Art den beiden giiissten llllalern des 
{lahrhundertts zugleich zu huldigen meinte. a") Immer 
manierierter wurde die Malerei eines Lan di, den wir 
schon kennen gelernt haben. und (laminucini, ein ge-
        

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