Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsches Kunstleben in Rom im Zeitalter der Klassik
Person:
Harnack, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1377511
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1379316
"arstens" 
inxisrhe 
XYirks-amkeit, 
71'797. 
135 
werfen; er svheint mir in sehr wesentlichen Dingen, ja 
gar in den Elementen der Kunst zu irren; indess ist er 
ein geschickter Mann mit TPaIent, (lenkt, überlegt und 
lässt sichs sauer werden, und ich habe neben seinen 
[rrtüinerii mehr als ein wiernünftiges Wort von ihm ge- 
hört, wodurch er mir Achtnng- abgenötvigt hat. Seine 
Widersacher kommen ihm weder an Kunst 1100.11 Nierstzmd 
bei 
sie 
irren 
n icht 
nur, 
sondern 
sind 
Verwirrt, 
und 
dem Irabtvrinth der Finsterniss, in Welcher diese tappen, 
ist doch auch jeder Stern für sie tarleschen." Man sieht, 
(lass Meyer's llläSSlgPS Frteil über (inrstens doch eine 
ganz andre läedentung gewinnt. wenn man seine Yer- 
aehtungf der übrigen Künstler daneben hält. w) Berück- 
sichtigt man das übertriebene Selbstbewusstsein lllepfelds, 
welches aus jedem Satz spricht, so war der Brief kein 
übles Zeugnis für tlztrstens, ein desto schlimmeres für 
Illiiller. So fasste auch Goethe ihn auf. Offenbar etwas 
peinlicli berührt, schrieb er zurück, der Ainfszitz sei schon 
abgedruckt. und es liesse sich (loeh immerhin manches 
für ihn sagen; übrigens sei für die Horen die Sache 
damit zibgetian, und auch er wwwlle sich nicht, mehr ein- 
mischen. S0 beclentnngxsl0s aber war in NKTir-klichkeit die 
Angelegenheit doch nicht. UOGÜIG selbst, musste das zum 
vollen Bewusstsein kommen, als er wenige Jahre später 
mit P'e.rn0xi' persönlii-li bekannt wurde und zugleich den 
("arsteiiäsclieli NRCllhlSS für das Weimarer llinseum er- 
warb. Er duldete es ruhig. dass .Fern0ix' in der "liebens- 
b8S(:ll1"8lblll1g' seines lfreundes, die er 1806 aus Weimar 
alisgfelieii liess. jene Besprechung einen hI-akel nannte. 
den das Gift des Neides auf (lnrstens, Namen gesudelt 
habe. und (itll'llbßl' berichtete: wllarstens beruhigte sich, 
sobald er die Schrift gelesen hatte, durch die Ueber- 
zeugung; (lass sie zu boshaft und zu liäiiiiiscli sei, um auf 
verständige Leser einen Eindruck zu machen, der ihm 
nachteilig; sein könnte. und so fand auch der Verfasser 
jede Verteidigungj des Künstlers, dem er eigentlich diese 
Kränkung zugwezogen hatte, narßh reiflicher [leberleguihlz 
unnißtigz"
        

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