Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsches Kunstleben in Rom im Zeitalter der Klassik
Person:
Harnack, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1377511
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1379250
arstens " 
Smische 
XVirksaunkv 
1792- 
129 
Veriventlungf seiner Zeit geben, habe ich die Unterstützung" 
noch bis zum." 31. Mai 1795, und also noch auf Ein Jaihr, 
nach dessen Ablauf seine Zurückkunft, und, Wieder- 
antretaing seines hiesigen akademischen Lehra-mtis er- 
wartet wird, bewilligt, deren Auszahlung; aber sogleich 
aufhören wird, wenn der Herr (Tarstens nicht von seinen 
Arbeiten etwas einschieket." (Tarstens hatte dann aller- 
dings durchgesetzt.  seine Arbeiten zunächst in Rom 
ausgestellt würden; der Älinister hatte aber seiner Ge- 
nehmignng- neue lnvektiven hinzugefügt: dass Carstens 
in Rom die wertvolle Zeit verstreichen lasse, ohne seine 
Arbeiten zu vollenden. darss ihm die schöne Tugend der 
Bescheidenheit abgehe. und hatte endlich die trockene 
Bemerkung vom Stapel gielassen, dass er von dem Ertolgr 
jener Ausstellung; abhängig machen werde, 0b man .,die 
Bezahlung" eines Gehalts continuirenti könne oder (iarstens 
überlassen wolle „für eigne Rechnung zu malen",  wo- 
durch also auch dessen ganze Stellung als Akademie- 
professor in Frage gestellt war. ("arstens seinerseits 
hatte mit seiner Meinung auch nicht zurückgehalten; 
ihm lagf an der Fortdauer des Verhältnisses nichts, weder 
zum lilinister, noch zur Akademie. ßVenn man die liIenge 
Akademieen in Europa anschaut," schreibt er einem 
Freunde, ,.sollte man leicht glauben. dass grosse Künstler- 
kolonieen von Nova Zembla. bis nach dem Vorgebirge 
der guten Holfnung ausgesandt werden könnten! Aber 
als man k eine Akademieen hatte, waren grosse Künstler 
da, die von (len Mächtigen ihrer Zeit mit grossen Ge- 
legenheiten ihr Genie anzuivenden unterstützt wurden, 
da hingegen die Akademieen gemacht haben, dass die 
Kunst, bis zum Vignettenkrain herabgesunken istfilgi 
(Üarstens, in seiner Grossheit und. Freimütiglteit unter- 
schätzte dennoch den Nachteil. welchem ihm der Abbruch 
der Beziehungen nicht nur zum "Minister, sondern vor 
Allem zum vaterländischen Publikum bringen musste. 
Htellte er nur in Rom aus, so blieb er in Deutschland 
unbekannt. 
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