Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsches Kunstleben in Rom im Zeitalter der Klassik
Person:
Harnack, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1377511
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1379070
Die 
ersten 
Anfängw 
Wischer 
hism 
1788- 
wichtigen Kämpfe, welche sich seit der Mitte der neun- 
ziger Jahre in Rom abspielten, darstellen, müssen wir 
zuerst noch die ausseren Verantleriiiigeil auf dem Schau- 
platz kurz betrachten. 
Es zogen eine Anzahl der uns wohlbekannteu Künstler 
und Kunstfreunde in diesen rTahren aus Rom heiuiwäirts; 
von Moritz, Lips. Meyer hörten wir bereits, dass sie 
Goethe naclnrauderteii; im Jahr 1790 kehrten auch Schutz 
und der Landschaftsmaler Bicrniann, sowie die Bildhauer 
Datnnecker und Schelfauei" nach der Heimat zurück. Zu 
einem der glanzendsten Repräsentanten dieser Epoche ent- 
wickelte sich in der Folge Dannecker, dessen Schiller- 
biiste für uns dieselbe (lauernde Beileutung' hat wie 'l'rip- 
pelÄs Goethe- und Herderbüste.  Durch den Tod wurde 
im gleichen Jahre der junge Schweizer Iilölla, der eifrige, 
ilbel" von jeher krankliche Freund Meyer's iregygerafft. 
Dafür erhielt die Künstlerrepublilt auch wieder neuen 
Zuwachs. Johann Heinrich Ramber g kam, freilich nur 
für kurze Zeit, nach Rom, der Landschaftsnialer Mechau, 
ein schon ätlterer Künstler, der bereits in den siebziger 
(Fahren in Rom geweilt, kehrte dorthin zurück; Kügel- 
gen, keine bedeutende schöpferische Kraft, aber ein 
Mensch voll Geistes- und Seelenlebens, kam, erst neunzehn- 
jahrigg nach Rom, um sich im Anschauen der Meister- 
werke besonders zum Portratkünstler und zur Beherr- 
schung kirchlicher Aufgaben auszubilden. Vor Allem 
aber kam Reinhar t. Ueber dieses hlannes Be('l.eutung' 
für das römische Künstlertum an dieser Stelle auch nur 
einigermasseii erschöpfend zu sprechen, ist unmöglich; 
reicht. sie doch über zwei M enschenaltei- hinaus, und um- 
iasst ebenso die Periode Carstens, wie die der „Xazzi,rener", 
um noch weiterhin in die Zeit wiederhergestellten Frie- 
dens hineinzureichen. Reinhart wurde schliesslich der 
ehrwürdige, aber auch urwüchsig' eckige Patriarch der 
deutschen Künstler in Rom. Wir würden aber uns das 
Bild der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts ganz- 
lich verschieben, wenn wir jetzt dieses alten Herrn und 
seiner Verdienste und Schrullen gedenken wollten. Für
        

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