Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsches Kunstleben in Rom im Zeitalter der Klassik
Person:
Harnack, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1377511
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1379031
hisn 
Anfänge 
grsten 
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1788i 
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Trippel war die Herzogin auch persönlich bekannt ge- 
worden; sie hatte sein Atelier besucht und das eben 
vollendete Denkmal des (Erafen 'llSCl16l'llySCh6XV bGWülKlGFi. 
Sie besichtigte überhaupt gern auch die Ateliers und 
Gallerieen moderner Künstler; sie sah lilengs" Nachlass 
beim Ritter Aznra, Bzttonfs bei dessen NVitive; sie be- 
suchte Nlaron. Xahl,  Als sie dann nach 
Neapel übersiedelte. schenkte sie besonders 'l'ischbein ihre 
Gunst, während ihr Haickert, den sie ironisch den 
..grossen Preniierniinister" nennt, unsympathisch war; sie 
bedauerte, dass er und der alte "Seelöwe" Reilfenstein 
'l'ischbein zu vdrilcken" suchten; doch hatte sie wohl 
"_l'ischbein's scheinbare Biederkeit ebensowenig (lurchschaut 
wie Goethe es znifii.iig'licli gethan hatte. lin Febrigen be- 
wies sie auch in Neapel die frische und ohne Prätension 
selbstbeivusste Art, die ihr eigen war; sie schreibt: „Den 
Nachmittag gieng' ich zur Iitinigin, und es schien mir, als 
wollte sie sich gegwin mir zeigen als Königin; aber es hielte 
nicht lange an." 
Im Einzelnen (ler Reise der Herzogin zu folgen, die 
mehrmals zrvischen Rom und Neapel hin- und hergieng. 
würde uns zu weit führen. Galt es hier ja doch nur 
einen allgemeinen Feberbliek darüber zu geben, was ihr 
italienischer Aufenthalt den tleutschen Künstlern und der 
Kunst gegeben hat! s)  
Jedenfalls finden wir in diesen (lehren die (leutschen 
Künstler lebhaft an dem allgemeinen künstlerischen 
Streben in Rom beteiligt und eifrig; vorwärts arbeitend. 
Es lassen sich gewisse bestimmte künstlerische Aufgaben 
und lärobleme bezeichnen. welche gleichsam in der Luft 
lagen und in denen wir die deutschen Künstler eifrig; 
mittätig- sehen. Allgemeines Interesse hatte damals, mit 
der allmählichen Wiederai1flind11ng' antiker Gemälde, die 
von den Alten geübte enkaustisehe Ülechnik, die in 
NVachs gebrannte ltlalerei erregft. Diese verlorene 'l'echnik 
wieder]ierzustellen wurde ein Wettstreit der Künstler. 
Brauchbare Fingerzeige dafür geb zuerst der Abate 
Requeno in seiner Schrift: Saggi sul ristabilimenttw
        

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