Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
System der Künste
Person:
Alt, Theodor
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1374552
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1375531
DIE SCHÖNHEIT. 
I. v. Falke („Ästhetik des Kunstgewerbes" Stuttgart 1883, S. 167) ist 
der Ansicht, die Kenntnis des physiologischen und physikalischen 
Wesens der Farben sei für den ästhetischen Zweck überhaupt nicht 
förderlich. Eine erhöhte Bedeutung gewinnen die physiologi- 
schen Thatsachen in der Ästhetik und künstlerischen Praxis 
erst bei Berücksichtigung gewisser Zwecke. So können wir 
beispielsweise da, wo die einzelnen Farben in der Erscheinung mehr 
zurücktreten sollen, wie dies nach der dunkeln Seite hin bei Speise- 
zimmern oder Arbeitszimmern, nach der hellen Seite hin bei Damen- 
boudoirs und dergl. erwünscht zu sein pflegt, dieselben abschwächen 
und dennoch durch die komplementäre Kombination zu grosser 
Leuchtkraft und relativer Bestimmtheit bringen. Oder wir Wissen aus 
dem Gesetz der Irradiation (Überstrahlung), dass wir eine dunkle 
Intarsia auf hellem Grund breiter halten müssen, als dieselben Formen 
hell auf dunklem Grund, während uns die Wahl zwischen diesen beiden 
Arten der Darstellung an und für sich freistehtf) 
Damit dürfte das Verhältnis der physiologischen und der ästheti- 
schen Gesetze hinreichend klar gestellt sein, während ein Weiteres Ein- 
gehen auf den Gegenstand bei der Vortrefflichkeit des Brückäschen 
Buches und ähnlicher Arbeiten als ganz überflüssig erscheint. 
Hirth 
gegen 
Dies
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.