Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
System der Künste
Person:
Alt, Theodor
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1374552
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1374918
ERSTES 
BUCH. 
DIE 
NACHAHMENDEN 
KÜNSTE. 
ALLGEMEINER TEIL 
DIE 
NACHAHMUN G. 
DIE 
IDEE " 
AN bezeichnet den Gegenstand der Kunstwerke üblicher- 
 weise als die "Idee". Da dasjenige, was im Kunstwerk 
L unmittelbar verwirklicht wird, eine künstlerische Vorstellung 
i Vor ist, so kann man ganz allgemein sagen: Die Idee ist die 
einem Kunstwerk zu Grunde liegende Vorstellung. Übrigens 
kann man unter der Idee verschiedene Dinge verstehen, je nachdem 
man dem Begriff verschiedene Voraussetzungen giebt. 
Setzt man voraus, dass in dem Kunstwerk eine Erscheinung der 
Natur nachgeahmt werden solle, so ist diese Erscheinung auch die 
Idee des Bildes. Die "Idee" ist dann nichts weiter, als der nach- 
geahmte Gegenstand. Indem man nun aber von dem Satze ausgeht, 
dass die Kunst dazu da sei, uns schöne und in keinem Falle dazu, 
uns hässliche Vorstellungen zu erwecken, gelangt man dahin, das 
Merkmal der Schönheit als ein notwendiges schon in den Begriff vom 
Gegenstand des Kunstwerkes aufzunehmen und damit ist die Idee 
zweitens gleich der sog. "platonischen Idee" geworden. 
Wenn einem unvollkommenen Gegenstand der wirklichen Welt 
die Vorstellung seiner Vollkommenheit als seine "Idee" gegenüber- 
gestellt wird, so ist dies die platonische Idee des Gegenstandes. Sie 
ist demselben "transscendent", d. h. sie geht über ihn hinaus, da er 
ja nicht vollkommen ist. Und zwar geht sie über die Erscheinung
        

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