Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Übungen in der Betrachtung von Kunstwerken
Person:
Lichtwark, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1371483
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1373555
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fühlte, dass einen ein Menschenkenner mit einem 
guten Herzen ansah. War er denn ein Menschen- 
kenner?  Worin äusserte sich diese Fähigkeit? 
Er wählte tüchtige Männer zu seinen Ministern. 
Die tüchtigsten. Auch wenn es Männer waren, die 
noch mehr Begabung besassen, als er selber. NVelclqe 
Eigenschaft durfte sein Charakter nicht haben, wenn 
er solche Genies wie Bismarck und Moltke neben 
sich wirken lassen konnte? 
Neid, 
Eitelkeit. 
Und um mit solchen Männern arbeiten zu können, 
musste er ganz bestimmte Eigenschaften haben, die 
Klugheit haben wir schon genannt, die Güte und 
Neidlosigkeit auch. 
 Charakterstärke, Gerechtigkeit, Urteilskraft. 
_Alle diese seltenen Eigenschaften besass der Kaiser. 
Können wir sie wohl einzeln aus den Zügen seines 
Gesichts ablesen? Können wir es bei anderen 
Menschen? Es ist sehr schwer, im Gesicht der 
Menschen zu lesen. Bei den meisten, weil über- 
haupt nichts Bestimmtes darin steht. Welche Kräfte 
der Seele pflegen sich im Gesicht am deutlichsten 
auszusprechen? Denkt an Mutter Gensler. 
Energie. 
Das ist eine ganz allgemeine Grundlage, die sich 
mit bösen und guten Neigungen verbinden kann. 
Sonst weiss ich noch eine Begabung, die sich manch- 
mal, aber nicht immer anzeigt.
        

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