Volltext: Hamburg, Niedersachsen

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schauung auf. Nahezu sämtliche elektrischen Strassen- 
bahnen führen über den Rathausmarkt, eine An- 
lage, die keine andere Grossstadt kennt. 
Für den Freihafen wurde der vornehmste 
und malerischste Teil der alten Stadt niedergelegt, 
der bis vor dreissig Jahren im Winter von der 
Aristokratie bewohnt wurde. Was für Veränderungen 
die ebenfalls im Freihafengebiet liegenden Quais 
und Bassins der neuen Hafenanlagen mit sich ge- 
bracht haben, lässt sich am besten aus dem Ver- 
gleich der Pläne von 1860 und 1896 ermessen. 
Aus dieser Übersicht ergiebt sich, dass bei der 
Anlage der Stadt jahrhunderte hindurch ausschliess- 
lieh die Forderungen des praktischen Lebens mass- 
gebend gewesen sind. 
Nirgend hat das künstlerische oder das reprä- 
sentative Bedürfnis des Fürsten einen öffentlichen 
Platz gestaltet, eine Perspektive durchgesetzt, einen 
Strassenzug bestimmt. Und der Senat hat von je 
her vermieden, durch äussere Repräsentation zu 
glänzen. 
Das Leben der Gesellschaft hat nur wenig 
Spuren im Stadtbilde hinterlassen, am ehesten noch 
in der Grossen Allee in der Vorstadt St. Georg, 
die am Anfang des vergangenen Jahrhunderts eine 
Art Korso war, und deren grossräumige Anlage 
heute wie ein Rätsel erscheint. 
Nach künstlerischen Erwägungen hat erst unser 
Iahrhundeü öffentliche Anlagen geschaffen. Zuerst 
in der langen Reihe von  später mannigfach
	        
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