Volltext: Drei Programme (Bd. 4)

dieser Übelstand weniger fühlbar. Aber von 1866 
und besonders von 1870 ab war die Lage der Ver- 
tretung des hamburgischen Staates völlig verändert. 
Kam der Bundesherr, der Deutsche Kaiser, oder der 
Deutsche Kronprinz zuBesuch, so war man gezwungen, 
ein Privathaus auszubauen oder die Kunsthalle zu 
einem Festbau umzugestalten. 
Als im Jahre 1869 der Senat den Um- und 
Neubau des Waisenhauses, das ihm als Sitz diente, 
beantragt hatte, antwortete die Bürgerschaft mit dem 
Gegenantrag auf die Erbauung eines neuen Rat- 
hauses. Der Senat stimmte zu. 
Eine neue Verzögerung brachten die folgenden 
Kriegsjahre und die Gründung des Reichs. 
Endlich wurde 1876 eine neue allgemeine Kon- 
lzurrenz ausgeschrieben, in der den Preis die Frank- 
furter Architekten Mylius und Bluntschli davon- 
trugen. 
Der Entwurf erwies sich jedoch als nicht ohne 
Weiteres ausführbar. Die Verhandlungen hatten sich 
schon bis 1880 hingezogen, als eine neue Anregung 
von acht hamburgischen Architekten ausging. Sie 
hatten gemeinsam einen Entwurf gemacht, dessen 
neuer Gedanke in der Beschränkung lag. Das Rat- 
haus sollte nichts als die Räume für Senat und 
Bürgerschaft enthalten , während bis dahin die 
Schwierigkeit gewesen war, alle Verwaltungsbe- 
hörden auf dem nicht sehr grossen Baugrund unter- 
zubringen. 
Ein von E g 1 e in Stuttgart und 
L i c h t w a r k , Drei Programme. 
Ende 
in Berlin 
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