Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorschule der Aesthetik
Person:
Fechner, Gustav Theodor
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1362295
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1365796
Zusatz 
zu Th. 
176. 
Ueber 
(len 
Farbeneindruck 
der Vokale. 
Am o. a. Orte ist bemerkt worden, dass man mehrfach ge- 
neigt ist, den Eindruck gegebener Vokale dem Eindrucke gegebener 
Farben, Weiss und Schwarz mit eingeschlossen, entsprechend zu 
finden, und dass zwar verschiedene Personen in den positiven 
Angaben hierüber sehr von einander abweichen, dass jedoch eine 
Uebereinstimmung in gewissen negativen Puncten nicht fehlt. Da 
ich gefunden, dass man sich mehreren Orts für den Vergleich der 
beiderlei Eindrücke interessirt hat, so habe ich, ohne ihm bei seiner 
grossen Unbestimmtheit eine wichtige Bedeutung beizulegen, doch 
durch Sammlung einer grössern Anzahl von Stimmen, worin ich 
durch einige Bekannte unterstützt wurde, zu ermittlen gesucht, was 
sich etwa daraus als constant oder entschieden überwiegend finden 
lasse, und theile folgends die Ergebnisse davon mit. Hätte die 
Aufgabe ein grösseres Interesse, als sie unstreitig hat, so würde 
die Untersuchung darüber zur Gewinnung nahehin fester Mittel- 
zahlen freilich auf eine noch bei weitem grössere Zahl von Personen 
auszudehnen sein, als hier geschehen ist. 
Nicht alle Personen, an die man sich mit einer Frage desshalb 
wendet, gehen auf den betreffenden Vergleich ein, indem gar 
Manche erklären, dass sie einen solchen überhaupt nicht zu ziehen 
wissen; doch überwiegt entschieden die Zahl derer, die darauf 
eingehen, worunter sich nicht wenige finden, die solchen schon 
vorher auf eigene Hand angestellt haben. Vielen aber auch machen 
nur diese oder jene Vocale einen bestimmten Farbeneindruck, in- 
cless sie den der übrigen unbestimmt finden. Manche äussern sich 
mit grösster Bestimmtheit und Entschiedenheit über den Eindruck 
sei es einiger oder aller Vokale, als wenn er gar nicht anders ge- 
funden werden könnte, andre minder entschieden und sicher. Es 
zeigt sich aber kaum eine grössere Uelaereinstimmung zwischen 
ersteren als zwischen letzteren, und mehrfach lachen sich die 
ersteren bei Confrontalion ihrer Aussagen gegenseitig aus.
        

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