Volltext: Vorschule der Aesthetik (Theil 2)

28a. 
leben. 
Das 
Verhältniss 
Landschaften 
Zll 
Genre 
inshesondre 
(2076 z H77) übersteigt etwas (las Verhältniss 4 :  
Von Genrebildern sind die, deren Höhe grösser als die Breite 
(h  b) etwas zahlreicher, als die, deren Breite grösser als die 
Höhe (b ) h), wogegen bei Landschaften die b ) h mehr als 
ö mal so zahlreich sind als die h ) b. Einiges Interesse kann es 
haben, dass bei religiösen Bildern die h ) b ungefähr doppelt so 
zahlreich sind als die b ) h, unstreitig, woil der Himmel oft in 
grosser Höhe zur Darstellung zugezogen wird, während bei den 
mythologischen Bildern umgekehrt die Breite bevorzugt ist, indem 
der b ) h fast doppelt so viel (609 gegen  sind als der h ) b. 
Was die Hauptwerthe anlangt, so ist man bei Collectivgegen- 
standen überhaupt gewohnt, blos das arithmetische Mittel M zu 
berücksichtigen, das um gleiche Summen von Abweichungen 
überschritten und unterschritten wird. lndess leuchtet ein, dass 
es an sich eben so viel Interesse hat, den Werth G zu kennen, 
der statt um gleiche Summen, in gleichem Verhältniss von 
den andern Werthen überschritten und unterschritten wird, den 
Werth G, der die Gesammtheit der Werthe der Zahl nach mitten- 
dureh theilt, und die Werthe D' und D, um welche sich die Werthe 
im einen und andern Sinne am dichtsten schaaren. 
Bei den meisten Gollectivgegenständen nun fallen alle llaupt_ 
werthe nahe mit dem M und unter einander zusammen, doch giebt 
es auch (iegenstände mit stärker von einander abweichenden 
Hauptwerthen; nach Ausweis voriger Tabelle gehört unser Gegen- 
stand dazu, und lässt dabei folgendes gesetzliche Verhältniss 
zwischen diesen Werthen erkennen. 
In allen Klassen und Abtheilungen nimmt M der Grösse nach 
die oberste Stelle, C die mittelste, D die letzte Stelle ein; indess 
G, C, D' die Grössenordnung gegen einander wechseln können, 
indem bei Stillleben h ) b die Grössenordnuug umgekehrt als bei 
den andern ist. Auch kann diess nach der unter 6) zu besprechen- 
den Verlheilungstheoric sehr wohl der Fall sein, als welche über- 
haupt nur fodcrt, dass C der Grösse nach zwischen G und D' 
falle.  
Hat man die Vertheilungstafeln so wie in 'l'abelle ll geschehen, 
au!" so grosse Intervalle gebracht, dass die Unregelmäissigkeiten des 
Ganges in der Hauptsache ausgeglichen erscheinen, so kann man 
die Lage des einfach dichtsten Werthes D schon ungefähr daraus
	        
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