Volltext: Die materielle Dauerhaftigkeit der Oelmalereien (Theil 2)

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dann zu Boden setzen und man 
achten, Nichts von ihr mit dem 
muss beim Gebrauch darauf 
Oel zusammen auszugiessen. 
S 7. Selzieelzt bereitete Oel-Harzjirrzisse. Malmittel-jllixturen, 
die zzieizt klar bleiben. Auzueziduazg werrelzieziezzarlzger Mal- um! 
T roelcerzmiltel aigf demselben Bild. 
In der modernen Oelmalerei wird grosser Missbrauch mit 
allerhand Malmitteln getrieben, die theils behufs der Verdünnung 
oder Verdickung, theils behufs rascheren oder langsameren 
Trocknens unter dem Malen mit dem Pinsel zu den Farben 
gemischt werden. Vollkommen unschädlich sind zu solchem 
Gebrauch nur gute Hüchtige Oele, wie Terpentin- oder Laven- 
delessenz oder gereinigtes Petroleum, unter der Voraussetzung 
natürlich, dass man sie so anwendet, dass die Unterlage nicht 
aufgeweicht wird und die Farbe nicht in's Fliessen kommen 
kann. Sonstige Gefahr können sie aber nicht wohl bringen, da 
ihre Substanz nach dem Gebrauch verdunstet, ohne in den 
Farben eine in Betracht kommende Spur von sich zurückzu- 
lassen. Anders ist es mit den Malmitteln, deren Stoff in der 
Malerei erhalten bleibt, wie also derjenige gewisser fetter Oele, 
deren sich Manche zum Verzögern des Trockenprozesses be- 
dienen, oder wie Oel- und Harzürnisse, die den entgegen- 
gesetzten Dienst leisten. 
Solche Stoffe sollte man niemals gebrauchen, ohne wenigstens 
überzeugt zu sein, dass sie sich vollkommen gut mit dem Binde- 
mittel der Farben vereinigen, d. h., dass sie mit diesem zu- 
sammen eine vollkommen klare Flüssigkeit bilden, in der keine 
Trübung oder kein Niederschlag, sei dies nun alsbald, oder mit 
der Zeit, entsteht I. Trübungen und Niederschläge sind nehmlich 
1 Besonders bei im Handel beiindlichem sog. Bernsteiniirniss kommt es 
oft vor, dass er beträchtliche Mengen seines Harzes zu Boden fallen lässt, 
wenn man ihn mit ungekochtem Lein- oder Mohnöl mischen will. Auch bei 
Kopal begegnet zuweilen dasselbe. 5- Schreiber dieses bekam einmal ein 
Fläschchen mit sog. "Goldsize", echt englischer Fabrik, das sich sogar nicht 
einmal mit Terpentinessenz mischte, sondern diese milchig trübte und selbst 
als unverstreichbarer Schleim zu Boden fiel.  Ein andres Mal ward ihm ein 
"Petroleum-Siccatif" (l) zugeschickt, das mischte sich weder mit gewöhn-
	        
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