Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die materielle Dauerhaftigkeit der Oelmalereien
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1354088
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1354569
Capitel 
Mechanischer 
Verderb. 
Risse- 
und 
Blasenbildung, Rutschungen, Abblättern 
Oelmalereien vom Malgrund. 
der 
Was ich über diese Arten des Verderbs von Oelmalereien 
theils von Anderen erfahren, theils selber beobachten konnte, 
will ich hier zusammenstellen, Ursachen und etwaige Abhilfen 
angebencl. 
S I. Harz-Essenzßrnisse. 
Rissig und blind werden in relativ kurzer Zeit alle Harz- 
Essenzlirnisse, d. h. solche F irnisse, deren Harz bloss in einem 
flüchtigen Oel  wie Terpentin- oder Lavendelessenz  ohne 
Zusatz fetten Oeles gelösfist. Es sind deren verschiedene in 
Gebrauch. 
a) Damar- oder Danzmarjiwziss. Dieser ist unter den Harz- 
Essenztirnissen der unsolideste und sollte bei Arbeiten von 
Werth niemals verwendet werden. Das Damarharz wird zu 
den weichen Kopalsorten gerechnet und ist das Product einer 
auf Sumatra und den Inseln des ostindischen Archipelagus häu- 
figen Pflanze. Es hat so geringe Härte, dass es sich ohne 
Feuer, oder Sonnenhitze schon bei Zimmerwärme in kaltem 
Terpentinöl auflöst. Diesem Umstand zu Dank bleibt der 
Lösung denn auch die dem Damarharz und Terpentinöl eigne 
wasserhelle F arblosigkeit erhalten, Welche den Damariirniss so 
beliebt macht, aber trügerisch ist. Denn der aufgestrichene und 
getrocknete Firniss besitzt so Wenig Widerstandskraft gegen die 
Einflüsse der Witterung, dass er sich bei starker Wärme bis
        

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