Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die materielle Dauerhaftigkeit der Oelmalereien
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1354088
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1355716
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zu Firniss verbinde, zuvor extra am Feuer schmelzen. Denn 
um es in den Zustand der Flüssigkeit überzuführen, bedarf es 
eines Hitzegrades, der weit höher, als der Siedepunkt der fetten 
Oele liegt und bei dem nun gar die ätherischen Oele mit 
Explosion in Dampf aufgehen würden. 
Werkzeug: Man hat einen feuerfesten Glaskolben von 
dünnem Glas, mit sehr langem dünnem Hals, welcher an seinem 
oberen Ende eine trichter- Vß-äx 
förmige Erweiterung hat, oder ka-N  
in den man in Ermangelung V eerlieTt 
derselben einen kleinen Glas- flß___ 
trichter setzen kann. H ist  F 
ein hölzerner Griff, wie bei 
Figur zu Recept 1, mit ge- 
glühtem Draht am Halse des 
Kolbens befestigt. Ein sehr h,  
u";   
lebhaftes und unausgesetzt so  
zu erhaltendes Kohlenfeuer      
brennt in einem eisernen   
Kohlenbecken, wie bei Figur  
zu Recept I, doch ohne den Fig 3_ 
Tiegel mit dem Sandbad. 
Das beste und zugleich billigste Bernsteinharz, das man 
zum Schmelzen wählen kann, ist der sogenannte „Korallen- 
bruch"; so heisst man die kleinen Bruchstücke, die beim An- 
fertigen von Schmuckgegenständen  welche ja aus dem besten 
und hellsten Bernstein geschnitten oder gedrechselt werden  
abfallen. Man sucht die hellfarbigsten und durchsichtigsten 
dieser kleinen Stücke aus und zerstampft sie in einem Metall- 
mörser zu Pulver, wobei es nicht sowohl darauf ankommt, dass 
dieses sehr fein sei  welches im Gegentheil hinderlich wäre, 
da. sich so fein gepulverter Bernstein leicht zu Klumpen zu- 
sammenballt  als dass die Körner, die etwas grösser, als 
Hirsekörner sein können, recht gleichrnässig sind. Von diesem 
Pulver schüttet manl einen Esslöffel voll in den Glaskolben, 
auf den Flaschenhals. 
Glastrichterchens 
Vor dem Ansetzen des
        

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