Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die optischen Besonderheiten der Oelmalerei
Person:
Ludwig, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1352017
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1353090
Capitel 
Die 
Oelmalerei. 
Die Binde- und Verdünnungsmittel der Oelfarben. Optische 
und mechanische Eigenschaften derselben und deren Wir- 
kungen auf die Pigmente. 
S I6. Oeßaräen sind dunkler und dureäselzeilzender, als die ent- 
sprechenden Pigmente der Wasserfarbenmalerei und belzalten dies Aus- 
selzen naelz dem T roelmen bei.  
Die in der Oelmalerei zu Bindemitteln der Farben dienenden 
fetten Oele und Harzfirnisse sind Medien, in denen die Ge- 
schwindigkeit des Lichts um noch etwas geringer ist, als im 
Eigelb und Leim der Tempera und im Gummi der Aquarell- 
farben I. Sie schrumpfen, zweitens, beim Trocknen nicht so stark 
ein, wie diese und bewahren, da sie zudem den EinHüssen der 
Luftfeuchtigkeit und der Verwitterung viel weniger unterliegen, 
drittens, auch in trockenem Zustande ihren Glanz und ihre 
Durchsichtigkeit, während jene die ihrigen nach nicht allzulanger 
Zeit einbüssen. Viertens, müssen und können sie den Farben- 
pulvern, die sie binden sollen, in weit grösseren Proportionen 
zugerieben werden, als bei Temperaleim und Gummi deren 
Sprödigkeit halber thunlich ist 2, und die Pigmentkörnchen werden 
I In der Sekunde legt die Wellenbewegung des Lichts zurück: 42,000 
Meilen in der Luft, ca. 32,000 im Wasser, ca. 28,000 im Leinöl, im Copal 
ist ihre Geschwindigkeit geringer, als im Gummi arabicum. (Brücke S I4 und II.) 
2 Weil nehmlich so stark mit Leim oder Gummi getemperte Farben 
nicht haften, sondern abspringen würden.
        

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