Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
P. L. Bouviers Handbuch der Ölmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1346518
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1351529
dem Licht nicht 
schwarze Flecke. 
in 
Harmonie 
erscheinen 
würden , 
sondern 
als 
Ist alles dieses geschehen, so wäscht man das Gemälde mit 
einem nassen Schwamm und trocknet es in der oben angegebenen 
Weise ab.  
Ist es vollkommen trocken, so {irnifst man es, wie vorher ge- 
lehrt worden, und zwar so, als wenn das Gemälde niemals einen 
Firnis gehabt hatte. Es wird dann seine erste Frische wieder er- 
halten, wenn es nicht zu sehr vernachlässigt war oder durch un- 
glückliche Zufalle, Risse, Rauch zu sehr gelitten hatte und der 
Schmutz nicht dergestalt eingefressen und mit der Farbe selbst 
verwachsen war, dal's man zu chemischen und gefährlichen Mitteln 
seine Zuflucht nehmen müfste, um sie besser zu reinigen. 
Will man Gemälde gut erhalten, so mufs man sie vor Aus- 
dünstungen aller Art, vor Rauch (besonders Tabaksrauch), zer- 
störenden Dämpfen, vorzüglich Schwefelwasserstoff enthaltenden, 
schützen, sie niemals irgend welchen zu starken Gerüchen aus- 
setzen. Vor allem aber sind sie vor Feuchtigkeit zu bewahren, 
welche die metallischen Farben aus Blei, Eisen, Quecksilber, Anti- 
mon etc. umgestaltet und den Zusammenhang des getrockneten 
Öles auflöst und diese schädlichen Einflüsse immer zunächst beim 
Firnis 
bemerken 
läfst. 
Nielnals 
lasse 
man 
die 
Sonnenstrahlen 
11H- 
mittelbar auf Gemälde fallen, diese erzeugen Risse und machen 
es bersten. Dieselben Übel bringt auch gar zu starke Stubenhitze 
und Nahe der Feuerung hervor. Niemals darf man ihnen aber 
das Tageslicht entziehen, das ihnen nicht nur nützlich, sondern 
notwendig ist. Vor Fliegenschmutz, namentlich vor dem Schmutz 
der Spinnen muIs man Gemälde zu bewahren suchen. Derselbe 
ist bestenfalls nur durch Waschen und Reiben, das immer der 
Oberfläche des Firnis und des Gemäldes schädlich ist, zu entfernen. 
Wenn das nicht in anderer Weise zu ermöglichen ist, wird in 
Privatwohnungen ein Vorhang von Musselin, der um den Rahmen 
greift, damit die Fliegen nicht darunter kriechen können, dies 
thun.
        

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